Blog fĂŒr Outdoor- und Actionhungrige

GPS FAQ

Da ich vor kurzem einen passenden GPS EmpfĂ€nger fĂŒr den Outdoorbereich! gesucht habe und mich durch etliche Foren und Homepages gehangelt habe möchte ich dies zukĂŒnftigen Interessenten durch meine kleine Übersicht erleichtern. Diese Seite beschreibt nicht die Bedienung der GerĂ€te sondern widmet sich genau den Fragen die ich mir vor dem Kauf gestellt habe und auch immer wieder in diversen Foren Topics hierzu erscheinen.

Wenn ihr Fehler in meiner Übersicht findet, VerbesserungsvorschlĂ€ge mit einbringen möchtet oder noch diverse Facts fehlen sollten, bitte ich euch mir eine kurze Mail zu schreiben oder besser noch im Blog gleich zu kommentieren. Ich werde versuchen die FAQ so gut wie möglich auszubauen und aktuell zu halten.

Diese FAQ beschrĂ€nkt sich auf das Wesentliche, so dass auch blutige AnfĂ€nger schnell einen guten Überblick bekommen.

FĂŒr welchen Hersteller sollte ich mich entscheiden? Die zwei fĂŒhrenden Hersteller sind Garmin und Magellan wobei Garmin hier die Nase vorn hat. FĂŒr Garmin GerĂ€te gibt es mehr Software, mehr Infos im Netz etc. Welches GerĂ€t einem eher zusagt muss jeder fĂŒr sich entscheiden. Da ich kein Fan von exotischen Komponenten bin und etwas haben möchte wo ich schnelle Hilfe im Netz, viel Software und weitreichende KompatibilitĂ€t bietet habe ich mich ganz klar fĂŒr Garmin entschieden.

Bedenken bei Garmin US GerĂ€ten? Je nach Dollarkurs könnte sich ein Kauf in den USA lohnen. Die Nachteile wenn man in den USA kauft sind, dass man in Deutschland keinen Ansprechpartner hat (Garantiefall o.Ä.) und die Basemap (Basemap ErklĂ€rung unten im Kartenteil) fĂŒr Europa fehlt. Vor kurzem konnten die US GerĂ€te noch kein Deutsch weswegen man mit einem Tool (garpatch) nachhelfen musste. Aktuelle GerĂ€te haben Deutsch jedoch bereits in der Firmware implentiert, sodass die Sprache in den Optionen ausgewĂ€hlt werden kann. Der Ansprechpartner fĂŒr US GerĂ€te wĂ€re Garmin UK – welche laut diversen ForeneintrĂ€gen viel kulanter sein sollen als Garmin Germany – das “Problem” wĂ€re demnach lösbar. Letztendlich muss man sich vor Augen halten, dass man auf die Basemap eigentlich getrost verzichten kann (sehr schwach detailliert und bestenfalls als grobe Übersicht nutzbar) und man fĂŒr anstĂ€ndige Routenplanung ohnehin entsprechendes zusĂ€tzliches Kartenmaterial benötigt. Demnach spricht eigentlich nichts gegen ein US GerĂ€t, sofern man nicht auf Germany Support verzichten möchte. Wie oben schon angemerkt sollte man WĂ€hrung und Preise vergleichen ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Beachte: Das GerĂ€t mĂŒsste natĂŒrlich rechtlich gesehen bei der Einreise verzollt werden!

Welche Chips gibt es bzw. auf was sollte man dabei achten? Im Großteil der NavigationsgerĂ€te steckt die Elektronik vom GPS-DSP-Spezialist SiRF Technology Inc. Mit einem SiRFstarIII-Chipsatz (z.B Garmin GPSMAP 60csx) ist man sehr gut beraten. Diesem quasi ebenbĂŒritg ist der MT3-Chipsatz von MediaTek (z.B. Garmin eTrex Vista HCx). Ältere ChipsĂ€tze haben in tieferen Schluchten sowie in sehr dichten WĂ€ldern und schlechten Bedingungen eher Probleme mit dem Empfang als ein GPS GerĂ€t mit der aktuellen Sirf3 oder vergleichbaren Technologie. Will man demnach ein zuverlĂ€ssiges GerĂ€t, sollte man darauf achten das es einen Chip der neuen Generation (z.B. Sirf3, Mediatek MT3) verbaut hat. Die Empfindlichkeit der neuen EmpfĂ€nger fĂŒhrt aber auch zu Problemen, so wird im Stand leicht eine Geschwindigkeit angezeigt, die real nicht existiert („drift“). Daher rĂŒhren auch RichtungsĂ€nderungen. Ist die Karte auf Norden ausgerichtet, dann dreht sich nur das Anzeigeelement, soll immer „in Fahrtrichtung“ angezeigt werden, dreht sich die Karte bei ruhendem EmpfĂ€nger, ziemlich störend. GARMINs 276C ist in vielfacher Hinsicht ein Top-GerĂ€t (auch entsprechend teuer), erzielt aber auch sehr gute Ergebnisse mit dem bisherigen Phasetrac12 Chip. Auch das Nachfolgemodell 278 enthĂ€lt den bewĂ€hrten EmpfĂ€nger. Ich persönlich habeein Garmin Vista Hcx und bin mit dem MT3 Chip sehr zufrieden. Auch wenn man in entsprechende Foren recherchiert werden meistens GerĂ€te mit Sirf3 ChipsĂ€tzen empfohlen. Ich kann demnach gut und gerne behaupten das man mit einerm Sirf3 Chipsatz mehr als gut beraten ist.

Wenn wir gerade bei Empfangstörungen sind – welche Bedingungen sind schlecht, bzw. welche Bedingungen stören den GPS Empfang? Jede Form von Wasser in der Luft (Wasser, Schnee, etc.) beeintrĂ€chtigt den GPS Empfang. Es kann sogar vorkommen das GerĂ€te der Ă€lteren Chipsatzgeneration Probleme nach einem Regenschauer in diversen Gebieten haben, da das Blattwerk der BĂ€ume die Signale abschirmt. Auch hier heben sich wieder die Vorteile der aktuellen (Sirf3, Mediatek-MT3) Chipsatzgeneration hervor.

Interne oder “externe” Antenne? Hier wird zwischen Patch-Antennen die wagerecht benutzt werden sollten und Quad-Helix Antennen fĂŒr senkrechte Anwendung unterschieden. Quad-Helix Antennen (z.B. Garmin GPSMAP 60) eignen sich also weniger zur Montage auf dem Fahrrad wobei der Vista HCx mit einer Patch-Antenne eher dafĂŒr geeignet ist. Generell haben Antennen keine vorgegebenen Bauformen. 60Cx und 76Cx haben die gleiche Antenne (Helix), sie ist beim 76Cx nicht zu sehen, also intern.

Gibt es bei Fahrradhalterungen etwas zu beachten? Wenn man kein Aspahltfahrer ist sollte man dringend Abstand von der Garmin Orginalhalterung nehmen. Man liest immer wieder von BrĂŒchen der Halterung bei etwas stĂ€rkerer Belastung. Die Halterung ist definiv nicht fĂŒr MTB CrossCountry etc. ausgelegt. Obwohl man bei der Orghinalhalterung auch von positiven Beispielen ließt, reicht mir die Negativtendenz von der Halterung abzusehen. Hier gibt es bessere Lösungen z.B. von Bikertech http://www.bikertech.de. Die Jungs von Bikertech passen die Schelle der Halterung perfekt auf das Maß deines Vorbaus an – auch Sondermaße sind kein Problem. Was mir hier nicht gtefĂ€llt ist, dass die Halterungen vom Vorbau ziemlich weit nach oben stehen. SelbstverstĂ€ndlich können diese Halterungen auch am Motorrad usw. montiert werden (Hier wird auch sehr oft die schwerere Touratech Halterung empfohlen www.touratech.de) Die Homepage spricht mehr als 1000 Worte, desw. zu einer weiteren Lösung. Eine sehr “softe” Variante gibt es von http://www.wraproll.de. Entweder als Zusatzsicherung fĂŒr die orginal GPSMAP60 Garminhalterung oder als sehr schlanke standalone Halterung fĂŒr die etwas kleineren Vista GerĂ€te. Leider hat diese Halterug den Nachteil, dass sie bei Trails ins Rutschen kommt und irgendwann nach vorne schaut und nicht nach oben. Letztendlich gibt es auch Halterungen die von cleveren Basltern modifiziert wurden. FĂŒr mich aktuell die beste Lösung, da sie schön schlank ist, gut befestigt ist und sie genau da sitzt wo ich sie haben will. Die Halterung wird aus der Orginalhalterung von Garmin gebaut, dazu mehr unter diesem Link.

Letztendlich habe ich meine eigene Lösung jetzt auch als Walktrough auf meiner Seite veröffentlicht – klicke hier und du wirst zum entsprechenden Blogeintrag geleitet.

Bei starren Halterungen (also keine Sofcases) sollte unbedingt bedacht werden das bei entsprechenden Hills enorme KrĂ€fte auf das GerĂ€t wirken. Dabei kann es zu Kontaktverlusten der Batterie zu den Kontakplatten kommen. Man sollte das GerĂ€t irgendwie dĂ€mpfen um einen Ausfall zu vermeiden. Dichtungsmaterialien die es z.B. fĂŒr Fenster und TĂŒren etc. gibt haben sich laut Berichten schon oft bewĂ€hrt. Das Material sollte Batteriefachdeckel angebracht werden – hier jedoch auch nicht zu viel, da das GerĂ€t bei einer unvollstĂ€ndigen Schließung nicht mehr Wasserdicht ist. Bei Softcases tritt das “Batterieproblem” nicht auf.

Generell wĂ€re noch zu empfehlen eine Halterung zu benutzen die auch eine Art Überrollschutz bietet, dass man bei StĂŒrzen nicht direkt mit dem Navi aufkommt. Das ganze wirkt sich natĂŒrlich imens auf die Optik aus. Muss jeder fĂŒr sich entscheiden ob er lieber eine schlankere Halterung möchte und weniger Schutz oder eben die dickere Variante wo das GerĂ€t gut geschĂŒtzt ist.

Apropos Fahrrad, gibt es GerÀte mit Trittfrequenzmesser (TF) oder sogar Herzfrequenzmesser (HF)?

Gibt es! Hierbei mĂŒsst ihr natĂŒrlich auf die Spezifikationen des GerĂ€tes achten. GerĂ€te die auf Sport und Training ausgelegt sind bringen dies meist standardmĂ€ĂŸig mit sich (z.B. Garmin Edge 705), andere GerĂ€te bieten dies zum Teil auch optional an (z.B. Garmin Oregon 300).

Mit oder ohne Kartendarstellung? Die Vorteile von GerĂ€ten mit Kartendarstellung liegen auf der Hand und mĂŒssen eigentlich nicht weiter erlĂ€utert werden. Bei GerĂ€ten ohne Kartendarstellung wird man per Pfeil + div. Infos (WeglĂ€nge etc.) in die entsprechende Richtung geschickt, bei GerĂ€ten mit Kartendarstellung sieht man sich auf der Karte bewegen und kann somit auch die Umgebung auf seinem GPS GerĂ€t einsehen.

Benötige ich zwingend Kartenmaterial? Nein, benötigst du nicht. Deinem NavigationsgerĂ€t ist es egal ob nun eine Karte darunter liegt oder nicht. Ohne Karte folgst du den Pfeilen, mit der Karte siehst du genau wo du dich auf der Karte befindest (incl. weiteren Infos je nach Karte). Sicher ist eine Navigation mit entsprechendem Kartematerial viel komfortabler, aber nicht zwingend notwendig. Karten sind auch nicht gerade gĂŒnstig in der Anschaffung, desw. wird man auch nicht unbedingt fĂŒr jedes Gebiet das man z.B. mit dem MTB befĂ€hrt entsprechendes topographisches Kartenmaterial zur VerfĂŒgung haben.

Was fĂŒr Kartenmaterial gibt es? Die Kartenauswahl geht von gewöhnlichen Straßenkarten, ĂŒber topographische Karten zu Seekarten. Auf Reisen mit dem Auto & Co. kann man mit dem MapSource CityNavigator von Garmin sich wie mit gewöhnlichen Standardnavis zur entsprechenden Ort/Straße etc. navigieren lassen. Hierbei muss man auch auf keinerlei Komfort verzichten (außer auf die Stimmausgabe bei der aktuellen GerĂ€tegeneration) – das Anzeigen von POIs (Points of interests) und anderen gewöhnliche Funktionen sind hier selbstverstĂ€ndlich vertreten. Topographische Karten sind fĂŒr den Outdoorbereich gedacht, wie zB. das Biken oder Wandern. In diesen Karten sind werden Höhenlinien, Straßen, WĂ€lder, Seen, Gipfel und Berge etc. detailliert dargestellt. Wobei CityNavigator Karten meist Europaweit angeboten werden, erhĂ€lt man topographische Karten immer nur landesweit oder sogar Abschnittweise. Infos, Preise, etc. findet ihr auf der jeweiligen Infopage eures GPS GerĂ€teherstellers. Achtung: Topographische Karten sind nicht RountingfĂ€hig, d.h. es kann kein Start und Zielpunkt zum autmatischen berechnen/erstellen der Route ausgwĂ€hlt werden.

DarĂŒberhinaus gibt es kostenfreie Karten (OSM – OpenStreetmap) die von aktiven Usern selbst erstellt werden. Mehr Infos zu kostenlosen Karten und deren Benutzung findet ihr in einem seperaten Blogeintrag


Kostenlose Karten? D.h. heißt dann auch kostenlose Navigation? Das heißt ich kann mir ein TomTom sparen?

Leider nochnicht. Auf Basis von den oben genannten freien Karten (OSM) gibt es eine Navigationslösung fĂŒr Handys mit Java UnterstĂŒtzung und GPS. In der aktuellen Version unterscheidet sich diese Lösung jedoch von der QualitĂ€t her stark von kommerziellen Produkten wie TomTom & Co. Weiteres zum Thema findet ihr in einem sepraten Blogeintrag.

Interner/Externer Speicher – worauf ist zu achten? Preiswertere und Ă€ltere GerĂ€te haben meistens einen recht kleinen internen Speicher der oft nur Platz fĂŒr einen sehr eingeschrĂ€nkten Kartenbereich bietet. Hier muss man je nach Gebiet immer die Karte wechseln bzw. Platz auf dem internen Speicher frei schaufeln. GerĂ€te mit “externem Speicher” (Speicherkarten) haben dieses Problem nicht. Hier kann man fĂŒr gewöhnlich Speicherkarten bis 2GB einsetzen welche genug Platz fĂŒr verschiedene Karten oder Kartenauschnitte und weitere Daten bietet. Reicht der Platz der Speicherkarte nicht aus, kann man auch mehrere Speicherkarten im GepĂ€ck haben und so z.B. von Straßennavigation Europa auf der einen Speicherkarten auf Topo Germany auf der anderen Speicherkarten wechseln. Man ist bei GerĂ€ten mit externem Speicher also flexibel und hat quasi unbegrenzten Speicherplatz. Aktuelle und zukĂŒnftig GerĂ€te werden auch bereites mit grĂ¶ĂŸerem internen Speicher und vorinstallierten Karten angeboten – zu prĂŒfen ist immer wie flexibel möchte ich sein, bzw. welche SpeichergrĂ¶ĂŸen reichen mir aus. Ich persönlich bin hier gerne flexibel und möchte mein Kartenmaterial z.B. durch Flaskartentausch mal eben wechseln können, um z.B. frei verfĂŒgbare Karten (z.B. von www.openstreetmap.org) stressfrei und flexibel nutzen zu können.

Das iPhone als Outdoor GPS eine Alternative?

Das iPhone 3G verĂŒfgt ĂŒber einen GPS EmpfĂ€nger (3GS sogar mit digitalem Kompass), weswegen sicher viele liebĂ€ugeln sich ein GerĂ€t fĂŒr alle Anwendungen zuzulegen. Speziell im Bereich Outdoor gibt es mit dem Apple Wunderkind einiges zu beachten. Das iPhone ist gegenĂŒber der Outdoor GPS “Konkurrenz” viel empfindlicher und wĂŒrde bei einem Sturz sicher weitaus weniger verkraften als ein Garmin Vista. Wer meistens Aspahlt fĂ€hrt und nicht unbedingt einen Schutz fĂŒr das  iPhone braucht, der sollte bei Regen aufpassen das GerĂ€t rechtzeitig im Rucksack zu verstauen, da es recht empfindlich gegen Feuchtigkeit ist und die Garantie bei einem solchen Defekt erlischt. Wer stoß- und wasserfest mit dem iPhone auf dem Bike unterwegs sein möchte, dem sei die wenig kompakte aber zuverlĂ€ssig funktionelle RAM-Mount Aqua Box Lösung ans Herz gelegt.

Das iPhone hat einen A-GPS-Chip an Board, welcher zur schnelleren Ortsbestimmung auch Daten, wie der aktuelle Satellitenkatalog, per GSM Empfang auswerten und verwerten kann.

Nicht zu vergessen ist die deutlich geringere Akkulaufzeit des GerĂ€tes, was sich durch den Einsatz eines externen Zweitakkus aushebeln ließe. Wer hier nachhelfen möchte, sollte sich mal Just Mobile Gum PRO anschauen, eine USB Akkurecharge Lösung fĂŒr unterwegs.

Das Navigieren unterwegs funkioniert ĂŒber Google Earth, der TomTom Navilösung und weiteren Navi Tools, wie z.B. Skobbler. Wobei Google Earth und Skobbler Offboard Tools sind, also eine Internetverbindung zwingend notwendig ist, kann die TomTom Lösung offline (Onboard) verwendet werden. Es gibt auch spezielle Outdoor Navi Lösungen, z.B. von TwoNav.

Tracks aufzeichnen (Tracking) ist mit dem iPhone problemlos möglich. Hierbei auch recht komfortabel mit dem direkten Versand des Tracks als Mail und weiteren Features. Die iPhone App Trails z.B. zeichnet Tracks auf, kann Abschnitte direkt auf dem iPhone zusemmenfĂŒgen, Tracks direkt als Anhang in einer Mail versenden, abgefahrene Strecke offline zur VerfĂŒgung stellen und einiges mehr. Weitere Infos findet ihr auf der offiziellen Homepage.

DarĂŒber hinaus gibt es sehr viele Apps fĂŒr Sportler die u.a. Tracks aufzeichnen incl. der Angabe weiterer interessanter Informationen wie Kalorienverbrauch, Pace, Trainsfortschritte und vielem mehr. Die App RunKeeper stellt ein wirklich ausgereiftes Portfolio zusammen und unterstĂŒtzt den Sportler sogar mit Audio Informationen wĂ€hrend des Workout – so wie es bereits der NikePod vorgemacht hat.

Thema Genauigkeit des iPhone GPS. Viele Tests ergaben eine Differenz im unteren einstelligen Prozenbereich, siehe unterer Abschnitt im Test der RunKeeper App. Die Genauigkeit reicht fĂŒr Hobbysportler, meiner Meinung auch fĂŒr ernsthafterer Kollegen, völlig aus.

Ich lese immer von Wegpunkten, Routen und Tracks? Was beudeten diese Begriffe genau?

Anzahl von Wegpunkten = Anzahl von speicherbaren Positionen/Favoriten. Sprich, man plant eine Tour und möchte diverse Stellen mit einbinden oder z.B. gefÀhrliche Stellen markieren, unklare Abzweigungen eindeutig kennzeichnen, usw. Wegpunkte können individuell benannt und/oder farblich gekennzeichnet werden.

Routen sind Reisetouren die man auf seinem GerĂ€t programmieren kann. Am komfortabelsten geht dies selbstverstĂ€ndlich am PC von der Hand, wobei das Übertragen von Routen vom PC auf das GPS nicht bei jedem Modell möglich ist (bei aktuellen Outdoor Garmin (oder vergl. Hersteller) GerĂ€ten mit Kartendarstellung ist dies standard). Beim klassichen Auto Navi wird die Route z.B. durch das Eingeben von Start und Zielpunkt und evtl. noch Zwischenzielen eingerichtet. Bei aktuellen Outdoornavis können spezielle Routen individuell z.B. anhand einer topographischen Karte erstellt werden. Das Garmin Vista HCX z,B, hat Platz fĂŒr 50 umkehrbare Routen mit maximal 250 Wegpunkten.

Der Track ist quasi das Protokoll der Route. Hier wird die gesamte Strecke detailliert protokolliert. Eine Tour kann auch als Track programmiert werden. Im Track werden hierzu zur Navigation Trackpunkte festgelegt. Das Garmin Vista HCX hat z.B. Platz fĂŒr 20 Tracks a 500 Punkte.

Wie sieht es mit der Wasserdichtigkeit aus?

Bei Outdoor GPS GerĂ€ten ist meist eine Wasserdichtigkeit von IPX7 gegeben (Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen). Demnach können diese ohne weiteres auch bei Regenwetter usw. benutzt werden. DarĂŒber hinaus gibt es spezielle GerĂ€te fĂŒr Marine- und WassersportaktivitĂ€ten, die zum Teil auch auf Wasser schwimmen (z.B. GPS Map 76CSx). Klassiche KFZ NavigationsgerĂ€te verfĂŒgen fĂŒr gewöhnlich ĂŒber keinerlei Wasserdichtigkeit.

GPX Files? Wenn ihr auf eurem GPS Routen trackt, werden diese im GerĂ€t als *.gpx Files abgelegt. Den Garmin etrex Vista kann man in den Optionen als Massenspeicher konfigurieren (Einstellungen > Schnittstellen > USB Massenspeicher) und per USB anschließen woraufhin man ĂŒber den Windows Explorer auf das GerĂ€t zugreifen kann.

Seit kurzer Zeit werden auf 10000km.net auch *.gpx Files als Download angeboten (vorher nur kml fĂŒr google earth – jetzt im Set auch mit gpx) die ihr mit diverser Software auswerten könnt.

Zur Analyse von GPS Daten, also GPX Files, können Softwareprodukte wie z.B. GPS-Track-Analyse.net oder Jasta eingesetzt werden. Mit diesen Tools könnt ihr Höhenprofile erstellen, Statistiken einsehen, die Tracks verwalten u.s.w.

Einige Programme bieten gleich im Programm einen Export fĂŒr Google Earth (*.kml Dateien) an, so dass der GPS Track in Google Earth dargestellt werden kann. Sofern dies im Programm nicht möglich ist, bietet GPS Babel die Konvertierung fĂŒr sehr viele Formate an. Öffnet das Programm ĂŒber die GPSBabelGUI.exe um eine grafische OberflĂ€che zur Bedienung zu haben – das macht es einfacher.

Wo finde ich weiterfĂŒhrende Infos zum Thema? Bei GPS Wiki findest du Antworten auf die meisten GPS fragen. Sofern Diskussionsbedarf besteht kann ich das Naviboard empfehlen. Hier bietet die FAQ des Boardes ĂŒbrigens schon die meisten Antworten auf grundlegende Fragen. Eine umfangreiche Sammlung an GPS Touren findet ihr auf der Seite www.gps-tour.info. Wer auch gerne mal etwas in der Hand hĂ€lt wo man etwas nachschlagen kann, dem kann ich das GPS Buch von Uli Benker empfehlen welches sehr verstĂ€ndlich und anschaulich geschrieben wurde.

FĂŒr Anregungen, Verbesserungen, Berichtigungen oder sonstiges bin ich gerne offen. Was zur FAQ beitragen könnt ihr direkt als Comment hier in der GPS FAQ!

Letzte Aktualisierung 04/2010

2 Responses to “GPS FAQ”

  1. R. Brandt Says:
    Juli 29th, 2009 at 13:52

    Vielen Dank fĂŒr die nĂŒtzlichen Hinweise.
    Ein AnfÀnger

  2. Vielen, vielen Dank fĂŒr Deine MĂŒhen das zusammenzutragen, hat mir sehr geholfen und ich muß es mir nicht irgendwo zusammensuche.
    lg, klaus

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