Blog für Outdoor- und Actionhungrige

EQ Test: Mammut Stirnlampe – Lucido TX1

Mammut Lucio TX1
- 166 gramm (incl. Batterien)
- Leuchtdauer max.180 Std.
- ca. 75,00€

Die Mammut Lucio TX1 ist eine Stirnlampe mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Sie findet ihren Einsatz von der Bergtour über technische Bereiche wie Zeltaufbau oder Reparaturen bis hin zur Leselampe fürs eigene Schlafgemach.

Zugegeben erschrickt man beim Auspacken der Stirnlampe etwas, wenn man das Batteriefach sieht, dass am Kopfband angebracht werden muss – komfortabel kann das nicht sein. Der Schein trügt – bereits nach kurzer Zeit bemerkt man das Batteriefach am Kopf praktisch nicht mehr. Mammut Lucio TX1Auch bei sportlichen Aktivitäten wie z.B. beim Joggen stört das Batteriefach nicht. Die Belt Version der Lucido TX1 löst das Thema mit einer kleinen Tasche die über ein langes Kabel mit der Lampe verbunden ist – die Tasche kann dann etwa in der Jogginghose oder in der Seitentasche untergebracht werden. Persönlich jogge ich sehr gerne ohne viel Kram in den Taschen, weswegen für mich die Kopfbandlösung optimal ist. Bei stabilieren Outdoorhosen sollte das Case aber auch nicht stören. Ohne einen praktischen Test hätte ich mich höchstwahrscheinlich für eine andere Lösung entschieden, da man sich von der Kopfbandversion sehr wenig Komfort verspricht, wie gesagt – weit gefehlt. Das Batteriefach ist im übrigen 7cm lang und 5cm breit -> Größenvergleich.

Im Fach selbst finden 3 AA Batterien platz. Es ist zusätzlich mit 3 roten LEDs bestückt, die separat durch längeres Drücken der ON Taste zugeschaltet werden können. Das Rücklicht ist demnach bei der Lucido TX1 gleich mit integriert – optimal! Mammut Lucio TX1

Vorne können 2 Definition LEDs in 2 Stärken aktiviert werden, über den linken Gummiknopf kann das 105m Spot Light eingeschaltet werden.  Um alle LEDs gleichzeitig zu aktivieren muss bei eingeschalteten Dual Licht der Spotlicht Gummiknopf  länger betätigt werden. Der Strahler kann bis zu 180° gedreht werden, so dass er nach unten hin jeden Winkel abdeckt und zu Transportzwecken bei komplett gedrehtem Strahler gut geschützt werden kann.

Apropos Schutz: In der Bedienungsanleitung ist angegeben, dass die Strinlampe wasserdicht ist. Leider wird nicht erwähnt welchem IPX Standard die Lampe gerecht wird. Nach einer Mailanfrage hat mir Mammut Schutz gemäß IPX-6 bestätigt. Die Stirnlampe sollte demnach starkes Strahlwasser, wie z.B. bei Regenschauern, aushalten. Ich bin mit der Stirnlampe 2x bei Regen ca. 10km gejoggt – keine Probleme. Das Batteriefach ist hierzu mit einem Weichgummideckel abgesichert, der Strahler vorne entsprechend dicht verarbeitet. Auf der Rückseite ist der Strahler jedoch teilweise nach innen hin geöffnet, wobei hier nicht direkt die Elektronik sichtbar ist. Eine teilweise gelöcherte goldene Metallplatte schützt den Innenbereich – und sollte gemäß IPX-6 auch wassergeschützt sein. Die Konstruktion erinnert ein wenig an einen Lautsprecher – Audiosignale gibt die Stirnlampe jedoch nicht ab. Mammut Lucio TX1

Dank der Total Reflex Optics Technologie ist die Leuchtleistung wirklich sehr gut. Es wird ein sehr großer Bereich schön hell beleuchtet. Auf der gedämpften Stufe kann die Stirnlampe auch sehr gut als Leselampe verwendet werden. Das Spotlight ist sehr stark und erreicht laut Hersteller max. 105 Meter Reichweite. Die Leuchtdauer ist mit max. 180h angegeben, wobei hier natürlich mit der geringsten Leuchtstärke gemessen wurde. Das Gesamtgewicht von 150g kann ich nicht bestätigen. Meine Waage zeigte incl. der im Lieferumfang erhaltenen Batterien 166g an.

Fazit: Eine Stirnlampe mit vielen Einsatzmöglichkeiten und sehr guten Leistungseigenschaften. Für Outdoorfans vom Biker bis zum Bergsteiger kann ich die Lucido TX1 sehr empfehlen. Wer gelegentlich mal zelten geht, für den reicht evtl. bereits ein kostengünstigeres Modell aus, wobei man hier deutliche Abstriche in Sachen Leistung in Kauf nehmen muss.

7 Responses to “EQ Test: Mammut Stirnlampe – Lucido TX1”

  1. —–
    Vorne können 2 Definition LEDs in 2 Stärken aktiviert werden
    ——-

    => wie weit reichen diese denn? Ich habe hier für den ECO Modus 7 m gelesen und für den anderen Modus? 20 m? 40 m ?
    Grüsse
    Oliver

  2. Hi Oliver,

    folgende Angaben vom Hersteller:

    Flood-Light HIGH 14 m / 155 h

    Flood-Light LOW 7 m / 180 h

    Dual-Light 105 m / 100 h

    Würde das gerne mal selbst testen, da Praxistests von Herstellerangaben oftmals abweichen. Bin mir aber noch unschlüssig wie ich die Reichweite anständig testen kann.

    Grüße

    Dave

  3. “Alle LEDs gleichzeitig zu aktivieren ist nicht möglich (entweder das Duo oder der Spot).”

    Ist das wahr? Was bedeutet dann Dual-Light?

    mfg,
    Ales

  4. Hi Ales,

    Dual-Light bedeutet, dass beim standard Licht -also nicht der Spot- immer die 2 LEDs rechts und links aktiviert sind.

    Eine zusätzliche Zuschaltung des Spots ist nicht möglich. Also entweder den Spot Strahler oder das Duo.

    Grüße Dave

  5. “Alle LEDs gleichzeitig zu aktivieren ist nicht möglich (entweder das Duo oder der Spot).”

    Ist sehr wohl möglich. Einfach den linken Knopf (Spotlicht) länger gedrückt halten, dann gehen alle Lampen gleichzeitig an. Steht auch so in der Bedienungsanleitung.
    Im Übrigen empfinde ich die etwas umständliche Bedienung als einzigen größeren Fehler der Lampe, insbesondere mit Handschuhen ist das Umschalten zwischen den Modi eher schwierig.

    Noch was: flackert bei Euch auch das vordere Licht, sobald die hinteren Blinklichter eingeschlatet sind?

  6. Hi Sepp,

    tatsächlich… …habe ich total übersehen. Werde die Bedienung mit Handschuhen auch nochmals testen und beides dann in meinen Testbericht mit einfließen lassen. Der “Handschuhtest” ist auf jeden Fall auch ein wichtiger Aspekt. Danke!

    Zum Flackern: Habs gerade noch mal getestet – bei mir flackern die vorderen Lichter nicht wenn die hinteren Blinklichter eingeschalten sind.

    Grüße Dave

  7. Die Knöpfe sind mit Handschuhen gut zu bedienen. Zumindest mit meinen Marmot XT.

    @Flackern: Beim Hanschuhtest in einem anderen Licht könnte man ein ganz schwaches Flackern erkennen. Man muss aber schon genau hinschauen.

    Grüße Dave

Leave a Reply