Blog für Outdoor- und Actionhungrige

Some Outdoor pics…

August 9th, 2010 Dave

Bericht und weitere Bilder folgen im September…

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Bergwandertour in den Alpen: 2 Tage Jubiläumsweg 2000HM, 32km, 2 Tage

Juli 29th, 2010 Dave

Jubiläumsweg Tirol

  • Bewertung: ★★★★½
  • Streckendetails: Tag 1: 1950HM, 25km, ca. 10 Std. ohne Pause, Tag 2 (Abstieg): 7km, ca. 2,5h ohne Pause. Höhenprofil 1, Höhenprofil 2 GPS-Track
  • Schwierigkeitsgrad: T3. Von einfachen Höhenwegen bis zu seilgesicherten Passagen die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzen. Sehr gute Kondition.
  • Tourcharakter: Anstrengende Bergwanderung mit alpinem Charakter. Sehr schöne Ausblicke und tolle Einkehrmöglichkeiten bei der Landsberger Hütte und abschließend im Prinz Luitpold Haus.
  • Ausgangspunkt: Parkplatz in Grähn
  • Karte: Allgäuer Alpen 1:50000, ISBN 3-86038-011-7
  • Einkehr: Landsberger Hüte, Prinz Luitpold Haus
  • Abkürzungsmöglichkeiten: Abstieg Landsberger Hütte oder zwischen Landsberger und Prinz Luitpoldhaus ausgeschilderter Notausstieg.
  • Übernachtungsmöglichkeiten: Tannheimer Tal Camping & Pensionen, Landsberger Hüte, Prinz Luitpold Haus
  • Tipps: Nicht zu spät in Tannheim anreisen, da das Einchecken in Pensionen nur bis 21:00/22:00 Uhr möglich ist. Übernachtung im Luitpold Haus ankündigen, bei Gruppen ist eine vorherige Anmeldung Pflicht! Für ausreichend Wasser sorgen, da nach Landsberger Hütte keine Einkehr oder Quellen.
  • Hunde tauglich: Durch Seile gesicherte (Steil)passagen machen die Bergwanderung Hunde untauglich.
  • MTB tauglich: Durch Seile gesicherte (Steil)passagen machen die Bergwanderung MTB untauglich.
  • Weiteres: Tag 1 ist in 2 Etappen mit Übernachtung in der Landsberger Hütte realisierbar
  • Datum der Wanderung: 03.07.2010 – 04.07.2010

Freitag Nachmittag, Feierabend. Equipment bereits zum Großteil vorbereitet. Die letzten 10% dauerten auf der Zielgeraden doch länger als erwartet. Ankunft in Tannheim 21:30 Uhr.

Auf den Zeltplätzen in Tannheim war eine Anmeldung nach 21:00 Uhr nicht mehr möglich. “Handschlag Anmeldung” beim Wirt nebenan ist zwar kein Problem, eine ordentliche Anmeldung am nächsten Morgen ab 8:30 Uhr bleibt einem jedoch nicht erspart. Tourstart geplant um 7:00 Uhr. Zelten demnach unmöglich.

OK – Pension. Aktuell 22:00 Uhr. In Tannheim ist es bereits sehr sehr still. Es ist dunkel. Zu dieser Uhrzeit werden bei uns noch die Blumen gegossen, im Allgäu hat der Fuchs dem Hasen bereits gut´ Nacht gesagt. Während die meisten Pensionen bereits schlummerten, fanden wir neben teuren Hotelzimmern nur noch überdimensionale Ferienwohungen. Nichts für uns.

Schön, das man mit einem Kombi so flexibel ist und man mit einer zurück geklappten Rückbank ein 1,80m auf 1,30m Bett immer mit dabei hat :) Nach dem aufreibenden Elfmeterschießen zwischen Gahna und Uruguay in einer Dorfkneipe (wir waren die letzten Gäste) verbrachten wir eine überraschend friedliche Nacht auf einem Parplatz in Grähn.

Klamotten an, Zähne putzen mit stillem Wasser, Sonnencreme verteilt, los gehts. Direkt in Grähn gibt es kostenlose Parkplätze von denen es Richtung Haldensee zum Einstieg der Tour geht. Wenn man sich rechts Richtung Berg hält ist es nicht weit bis zur ersten Beschilderung zur ca. 4 Stunden entfernten Landsberger Hütte. Nach Edenbach und Strinden hat man die Möglichkeit die erste Etappe mit Aufsteigen zur Stindenscharte oder Sulzspitze (2084) zu erweitern. Wer den kompletten Weg zum Prinz Luitpold Haus an einem Tag zurücklegen möchte, dem sei der direkte Weg zur ersten Einkehr empfohlen.

Auf der Landsberger Hütte angekommen liegt das Frühstück bereits über 4 Stunden zurück, ein zünftiges Mittagessen hat demnach genug Platz und ist aufgrund den folgenden 6 Stunden auf Weg 421 auch wärmstens zu empfehlen. Nichts gibt so viel Energie wie eine warme Mahlzeit. Man sollte jedoch nicht vergessen genügend “Kleingeld” dabei zu haben. Besonderst die Landsberger Hütte langt bez. Preisen ordentlich zu. Linsensuppe, Speckknödel mit Kraut und zum Abschluss einen leckeren Apfeldstrudel haben sich dennoch gelohnt.

Frisch gestärkt geht es auf den anspruchsvolleren und schöneren Teil der Tour. Richtung Luitpold Haus sollte es laut Beschilderung 5 Stunden benötigen… …nach ca. 4 Stunden werden ingesamt 6 Stunden angegeben, sprich die Zeitangabe an der Landsberer Hütte ist falsch (wird durch 6h Schild bei Luitpoldhaus bestätigt). Bergwanderer sollten sich demnach auf weitere 6, anstatt 5 Stunden einstellen. An flüssigem Proviant sollte man hier nicht sparen, denn eine weitere Einkehr gibt es nicht und Wasserquellen sind ebenso sehr rar. Leider konnten wir uns aufgrund des Verlusts von einer Stunde die 2. Halbszeit des WM Spiels Deutschland gegen Argentinien abschminken. Mit etwas Frust im Bauch geht es abwechslungsreich auf Bergpfaden vorbei an seilgesicherten Passagen, schroffen Felsen und grünen bewachsenen Parts vorbei an der Lahnerscharte (Umweg über Schrecksee möglich) Richtung Bockscharte. Nach einem kleineren, ebenfalls seilgesicherten Gipfel, wird ein nahes Ziel erwartet. Man sollte sich nicht zu früh freuen, denn auf die Bockscharte geht es über Geröll (je nach Jahreszeit teilweise Schneefelder) und ohne erkennbaren Weg nach oben. Der letzte Aufsteig bis zum Luitpold Haus hat es noch mal in sich. Weit oben erkennt man Sicherungsseile und Felstreppen – bis dahin muss man allerdings ein zum Teil “sehr aktives” Geröllfeld kreuzen. An den Sicherungsseilen angekommen erkennt man rechts am Berg eine Spur die zu einer anderen Jahreszeit evtl. als Weg zu lokalisieren ist. Demnach vor dem Anstieg rechts am Berg halten. Unsere “Gratwanderung” zwischen Schneefeld und Geröll war jedenfalls äußerst knifflig. Kurz vor dem Erreichen der Bockscharte, kreuzt man interessanterweise die Grenze von Österreich nach Deutschland. Die nächste Einkehr liegt demnach in einem anderen Land….

Der Abstieg zum bereits sichtbaren Luitpold Haus dauert ca. 50 Minuten. Da wir so gut wie auf der gesamten Tour keinen Empfang auf dem Handy hatten, erreichte uns keinerlei Info über Ereignisse zum Deutschland WM Spiel. Ehrlich gesagt hatten wir uns nicht in einer Siegerposition gegen Argeninien gesehen… …beim Abstieg erreichte uns nach einer Weile ein Raunen von der Prinz Luitpold Hütte ausgehend… …weiter…. ..Raunen…. weiter…. ….Jubel erkennbar… …wir werden wohl nicht…. ….Jubel… ….definitiv: Jubel! Jubel! Jubel! Unten angekommen trauten wir unseren Ohren nicht, 4:0 :) Da durfte es dann gerne ein Weizen mehr sein zu bestellten Spaghetti Bologese. Ein toller Tag.

Das Prinz Luitpold Haus ist die perfekte Einkehr für Bergwanderer, Kletterer & Co. Unter gleichgesinnten kann man zu fairen Preisen inmitten von etlichenTourmöglichkeiten genießen und entspannen. Unsere erste Nacht in einem Bettenlager war einwandfrei. Sauber, gemütlich und sogar ruhig – was will man mehr. Besten Dank und unsere wärmste Empfehlung geht an das Team der Hütte.

Von der Hütte aus bietet sich am nächsten Tag ein Aufstieg zum Hochvogel an. Auch weitere Touren zu ausgedehnten Klettersteigen sind möglich. Leider hat uns das Wetter ein Schnippchen geschlagen, so dass ab Mittag Regen zu erwarten war.

Demnach Abstieg zum Giebelhaus in ca. 3 Stunden. Der Bus fährt ab 9:35 Uhr bis 18:10 Uhr stündlich (außer 12 Uhr, da ist wohl Mittagspause) nach Hinterstein. Nach Tannheim zurück muss man ingesamt drei mal umsteigen, wobei die Busse von der Fahrzeit nicht komlett auf Tannheim abgestimmt sind. Man sollte demnach mehrere Stunden für die Heimfahrt einkalkulieren. Beim letzten Abschnitt haben wir auf eine Wartezeit von 2 Stunden verzichtet und mit anderen Wanderern für ein Taxi nach Tannheim zusammen gelegt.

Der Jubiläumsweg war eine unserer schönsten Touren bisher. Mit viel Kondition und etwas Erfahrung im Bergwandern kann man hier zum Teil alpn anmutende Erlebnisse unter 3000 erleben. Garniert mit zwei tollen Einkehrmöglichkeiten, dem wirklich hervor zu hebenden Prinz Luitpold Haus und Optionen zu weiteren Gipfeln und Klettersteigen bleibt kaum ein Wunsch offen. Wir werden sicher nochmal zurückkehren und mehr Tage, Kilometer und Höhe einplanen. Wie immer mit Hoffung auf gutes Wetter :)

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Wandertour rund um den Lac Blanc, Vogesen (Elsaß) – 400HM, 5.5km, 3Std.

Juni 4th, 2010 Dave

Vogesen Lac Blanc

  • Bewertung: ★★★½☆
  • Streckendetails: ca. 400HM, 5,5km, ca. 2,5Std. ohne Pause, Höhenprofil, GPS-Track
  • Schwierigkeitsgrad: T2. Man sollte nicht davor zurückschrecken beim Anstieg auch mal mit Händen und Füßen zu wandern. Ansonsten sehr einfache Tour auf ausgebauten Wanderpfaden.
  • Tourcharakter: Rundwanderung mit tollen Ausblicken von Rocher de le Cháteau Hans, Rocher l’Observatoire Belmont und später auf den Taubenklangfelsen. Nach anfänglichem felsig verblocktem Aufstieg eine sehr entspannende Tour.
  • Ausgangspunkt: Parkplatz am Lac Blanc
  • Karte: Club Vogesien, Carte N°6/8
  • Einkehr: Restaurant am Parkplatz Lac Blanc oder mit kurzer Schleife/Verlängerung zum Taubenklangfelsen bei Ferme-Auberge du Gazon du Faing
  • Übernachtungsmöglichkeiten: Siehe Tour 1. Darüber hinaus gibt es in der näheren Umgebung viele Übernachtungs- (und Wander) möglichkeiten.
  • Tipps: Nicht vom gesperrten rot/weiß Wanderweg abschrecken lassen. Der rotweisse Wanderpfad ist irgendwann gesperrt, wobei der Rundwanderweg komplett bewandert werden kann. Kletterer können ihr Equipment mit einpacken. Chateau Hans ist ein bekannter Kletterfelsen.
  • MTB tauglich: Wer sein Bike nach oben tragen kann, der hat oben sehr leichte S1/S2Trails. Es gibt aber sicher andere/bessere Möglichkeiten für den Aufstieg.
  • Weiteres: Wer seinen Hund mitnehmen möchte, der muss sich beim Aufsteig auf die ein oder andere Tragepassage einstellen. Nach ca. einer Stunde erreicht man die Quelle des Sees wo sich unsere Vierbeiner erfrischen können.
  • Datum der Wanderung: 15.05.2010

Diese Tour eignet sich aufgrund geringem Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad sehr gut für eine entspannende Runde vor der Heimreise.

Vom Parkplatz am Lac Blanc geht es dem roten Kreis folgens Richtung Chateu Hans, einem bekannten Kletterfelsen der zugleich eine tolle Aussicht bietet. Der steile Auftieg zum Gipfel ist sehr felsig und teilweise nicht ohne die Hilfe von den Händen zu bewältigen, ein geübter Kletterer muss man jedoch nicht sein.

Von oben ab geht es zum Großteil entlang gut ausgebauter Wanderpfade bis zur Quelle des Lac Blanc, die zugleich eine kühle Erfrischung bietet. Wer noch etwas Energie hat sollte die erste Rast auf den ca. 10 Minuten entfernten Aussichtspunkt Rocher l’Observatoire Belmont verschieben. Mit einem herrlichen Ausblick kann man auf einer Sitzbank erste Energie nachtanken.

Die Höhenmeter sind schon fast geschafft, es geht in der nächsten Stunde eben voran. Den Taubenklangfelsen, der sich linker Hand des Wanderweges zeigt, kann mit einer kleinen Verlängerung, dafür aber mit einer Einkehrmöglicheit, erreicht werden.

Dem roten Kreis entlang geht es am östlichen Ende des Lac Blanc bergab zum See. Die Wege werden wieder etwas felsiger, teilweise rutschig durch querende Bachläufe. Auch Mountainbiker finden bei dieseml, für Biker teilweise anspruchsvollen Part, sicher ihre Freude. Unten angekommen gibt es Möglichkeiten direkt an das Ufer des Sees zu laufen, wobei Schwimmen leider nicht erlaubt ist. Von hier ab sind es keine 15 Minuten mehr bis zum Parkplatz des Stausees.

Eine angenehme “Vogesenabschlusstour” nach längerer, energiezehrender Tour vom Vortag. Relativ kurz und nicht sehr anspruchsvoll, dennoch lohnenswert :)

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3 Seen Bergwandertour in den Vogesen (Elsass) – 1100HM, 23km, 9Std.

Mai 25th, 2010 Dave

Vogesen Metzeral

  • Bewertung: ★★★★★
  • Streckendetails: ca. 1100HM, 23km, ca. 7 Std. ohne Pause, Höhenprofil, GPS-Track
  • Schwierigkeitsgrad: T2. Tour für geübte Bergwanderer mit guter Kondition. Trittsicherheit aufgrund stark felsiger und zum Teil feuchtnassen Abschnitten.
  • Tourcharakter: Sehr abwechslungsreiche Tour über Forst- und Wiesenwege, sowie anspruchsvollen längeren felsigen Abschnitten die durch querende Bäche sehr rutschig werden können. Auf dem Rundwanderweg ist die bereits abgewanderte Strecke von gegenüber oftmals zu sehen – toll!
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Steinabruck, zw. Metzeral und Mittlach. Kleine Brücke von Hauptstraße ab überqueren, Parkplatz auf der rechten Seite.
  • Karte: Club Vogesien, Carte N°6/8 oder vor Ort 3618OT Le Hohneck, Gerardmer, La Bresse
  • Einkehr: Kastelbergwasen, Hohneck, Schiessroth
  • Abkürzungsmöglichkeiten: Ab Kerbholz blauer Raute folgen direkt zur Einkehr Kastelbergwasen. Zeitersparnis ca. 1:45Std, 5km, 200HM.
  • Übernachtungsmöglichkeiten: Zeltplatz Mittlach, Hotel Restaurant Valneige
  • Tipps: Außerhalb des Hochsommers Handschuhe mitnehmen, da es in höheren Lagen sehr kalt werden kann. Auf Honeck lag Mitte Mai noch Schnee. Da zum Teil starker Wind außerhalb der Sommermonate ist eine Kopfbedeckung ebenfalls empfehlenswert.
  • MTB tauglich: Nein. Zu felsig, zu viele Tragepassagen.
  • Weiteres: Für sportliche Hunde geeignet. Regelmäßig kreuzende Bäche und angrenzende Seen bieten ausreichend Erfrischungsmöglichkeiten.
  • Datum der Wanderung: 22.05.2010

Ab Parkplatz Steinabruck geht es zum Einstieg auf einen lockeren Forstweg entlang des GR5 Wanderweges Richtung Lac Fischboedle dem man an der ersten Abzweigung links folgt. Bereits auf den ersten Streckenabschnitten können die Vogesen in vollen Zügen genossen werden. Vorbei an Kuhwiesen und kleinen französischen Bauernhäuschen, geht es über zum Teil felsige Pfade ins Gebirge.  Nach einem ersten anstrengenden Streckenabschnitt geschmückt mit Wasserfällen und Bachbrücken bietet sich bei Lac Fischboedle ein Schutzhaus am See für eine erste kurze Pause an.

Von dort aus geht es wieder zurück auf den oberen Abschnitt des bereits bewanderten Forstweges dem blauen Kreuz Richtung Kerbholz folgend. Auf dem Kerbholz “Gipfel” kann man nach weiteren absolvierten 300 Höhenmetern auf einer schönen Lichtung im Gewand einer grünen Wiese kurz entspannen, bevor es dem blauen Kreuz weiter folgend Richtung Lac d` Altenweiler geht.  Der See verbirgt sich nach einem kurzen Abstieg am ende des Weges, den es danach wieder zurück zu bewandern gilt um dem gelben Kreuz durch den Kastelbergwald zur ersten bewirteten Einkehr zu folgen. Vorsicht: Bei Abzweigung Tagweidle dem blauen Rechteck nach Kastelberwasen folgen, nicht links auf die Wiesen abbiegen.

Die Einkehr ist nach dieser Abzweigung in kurzer Zeit bereits von weitem auf einem Bergvorsprung zu sehen. Wer sich dort stärken möchte, sollte das nötige Kleingeld dabei haben. Ein kleines Stück Tourte (gefüllte Fleischpastete) mit etwas Salat kostete 9,50€. Nach der bereits zurückgelegten Strecke ein Tropfen auf den heißen Stein. Nichts desto trotz mundete das lauwarme, beliebte Menu der Hochvogesen vorzüglich! Wir waren vom Gericht wirklich hin und weg. Wenn man auch nicht satt wird, lohnt sich ein Stück Tourte definitiv. Was wir definitiv nicht empfehlen können, ist “das Gericht mit Käse und Kirschen”. Käse und Kirschen waren die einzigen Wörter die wir aus dem Gericht übersetzen konnten. Wir dachte das reicht gingen von leckerem Kirschkäsekuchen aus. Die Bedienung nickte nur bei Nachfrage – sie hat wohl nicht verstanden was wir eigentlich wollten. Weit gefehlt :D Serviert wurde und eine wirklich sehr spezielle Spezialität des Kastelbergs. In einem tiefen Teller fanden wir eine Art süßen sehr frischen quarkähnlichen Käse in Milchwasser eingelegt. Die Kirsche in diesem Gericht war ein scharfer Klarer Schnaps nach dem das Gericht auch “duftete”. Für uns völlig ungenießbar. Nach einem Löffel freuten wir uns auf die Balistos die wir dann als Nachtischersatz Richtung Honeck verzehrten. Netterweise wurden uns die 4,50€ pro Kopf für das spezielle Spezialgericht nicht berechnet :)

Gestärkt und aufgewärmt geht es weiter Richtung Hohneck Gipfel. Über einen schönen Bergpfad geht es zum Großteil im Anstieg bis zum Gipfel auf 1363m. Leider war bei uns alles in eine dichte Wolkendecke getaucht weswegen wir praktisch Null Sicht hatten. Weiter abwärts war es wieder viel aufgelockerter und man konnte die bereits bewanderte Strecke auf der anderen Seite besichtigen.  Nach kurzer Zeit ist die letzte Einkehrmöglichkeit bei Schiessroth erreicht, die wohl auch bei den Franzosen sehr beliebt ist. Im Lokal wurde feucht fröhlich gesungen und geklatscht :) Nicht für uns denn wir wollten den Berg noch im Hellen verlassen. Weiter geht es über eine Kuhweide auf einem Serpentinenweg bis zum See Schiessrothried.

Im letzten Teil der Tour wird nochmals parallel zu Bächen über Forstwege dem Abschluss der Tour entgegengefiebert. Die letzte Stunde gestaltet sich angenehm, da sie ausschließlich über einen gut ausgebauten Forstweg zum Parkplatz führt. Nachdem man wieder die Gelegenheit hat die ersten Abschnitte der Tour von der gegenüberliegenden Seite zu besichtigen, findet man sich schließlich an dem Weg wieder den man beim Einsteig der Tour an der Abzweigung nach links genommen hat.

Als Übernachtung bietet sich der Zeltplatz in Metzeral an, der im Ort gut sichtbar ausgeschrieben ist und in ca. 5 Autominuten oberhalb von Metzeral liegt. Zum Teil direkt am Fluss idyllisch gelegene Zeltgelegenheiten und ordentliche sanitäre Anlagen machen den Abend perfekt. Wer nicht gern zeltet findet auch im Ort ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten. Im Hotel Restaurant Valneige gibt es eine Übernachtung im Doppelzimmer für 40,00€, Hunde erlaubt. Zu empfehlen ist hier auch das Cordon Bleu Menu mit einem der besten Cordon Bleus unserer Zeit, vorneweg ein frischer Salat – ohne Dosengemüse und abschließend ein leckeres Eis/Sorbet. Auch gute Esser müssen sich hier keine Sorgen machen satt zu werden – die Portion ist mächtig!

Leider hatten wir Mitte Mai kein Glück mit dem Wetter und waren bei Nebel und teilweise Nieselregen unterwegs. Das hatte aber auch seinen Charme, wir kamen uns zwischen Nebel, langsam tropfendem Regen und Moos überwachsenen Felsen teilweise vor wie im Amazonas :) Leider wirken Bilder bei dem Wetter sehr unspektakulär. Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen doch für die Vogesen begeistern.

Für uns eine wirklich perfekte Tour für geübte Wanderer bei der keine Wünsche offen bleiben. Sehr idyllisch und wie gemacht für eine Tour im Sommer mit regelmäßigen Erfrischungsmöglichkeiten durch schöne Seen, kristallklaren Bächen und Wasserfällen. Eine der schönsten Touren die wir bisher unternommen haben. 5 von 5 Sternen!

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Wandertour im Dahner Felsenland – 24.04.2010 12,5km/783HM

April 27th, 2010 Dave

Dahner Felsenland

GPS-TrackHöhenprofilOnlineprofil
Bewertung: ★★★★☆

Der als Premium Wanderweg ausgezeichnete Dahner Felsenweg bietet eine rund vier stündige Tour mit eindrucksvollen Felsformationen, saftigen Wiesen und gut bürgerlicher pfälzer Küche :)

Ausgangspunkt ist der Pakrplatz an der Pfälzerwald Vereinshütte (Dahner Hütte/PWV) zwischen Dahn und Hinterweidenthal (Von Bad Bergzabern kommend kurz nach Dahn Zentrum links ab).

Vom Parkplatz aus ist der Rundwanderweg mit einem roten Schild gekennzeichnet, das nicht nur beim Start der Tour sondern auch bis zum Ende auf der gesamten Strecke nicht zu verfehlen ist.

Nach einem kleinen Trampelpfad hält man sich links und erreicht nach einem ersten schweißtreibenden Anstieg eine etwas versteckte Gelegenheit mit einem schönen Ausblick um neue Kraft zu tanken. Danach gibt es erst in späteren Abschnitten weitere vergleichbar humane Anstiege. Die Wanderstrecke ist demnach auch von relativ ungeübten Wanderern problemlos zu begehen. Ein Schwierigkeitsgrad ist quasi nicht vorhanden – Hunde und auch Kinder die gut zu Fuß sind werden hier sicher ihre Freude haben. Kondition für 12 Kilometer und knapp 800HM sind dennoch ein Muss um die gesamte Strecke abzuwandern.

Es werden regeläßig beeindruckende Felsvormationen gekreuzt, die über schmale Wanderwege teilweise sogar durchlaufen werden. Dahner Felsenland Im nordöstlichen Teil gibt nach einer tollen Felsarena als weiteres großes Highlight den Schwalbenfelsen zu bewundern, der fast schon an Felsformationen aus den USA erinnert. Hier gibt es weiter südlich auch begehbare Felsen von denen man sich die in der Umgebung liegenden Felsen aus der Entfernung anschauen kann. Der Wald rund um das Felsenland vermittelt mit Nadelbäumen und rot sandigen Wegen ein fast schon mediterranes Flair.

Nach ca. 70% der Strecke erreicht man im Süden den Sportpark Dahn. Das Sportpark Restaurant hat täglich von 8:00 Uhr bis 1:00 Uhr mit durchgehend warmer Küche geöffnet. Von hier aus sind es noch ca. 1,5h bis zum Ziel Dahner Hütte. In der letzten halben Stunde geht es noch einmal steil bergauf, wobei der Tour mit einer weiteren Felsarena die Haube aufgesetzt wird :)

Am Ziel angekommen lässt es sich in der Dahner Hütte gut und günstig stärken. Ein 0,2er Sprite gibts hier schon für 80 Cent, ein 0,5er Weizen für 2,00€. Leberknödel, Bratwurst + Sauerkaut 4,50€. Eine Wanderergruppe schwärmte im Vorbeigehen vom einmaligen Kuchen :)

Wir wollten nach lediglich einem Frühstück und etwas Vesper noch schwerere Geschütze auffahren und haben etwas weiter auswärts nach gut bürgerlicher Pfälzer Küche gefahndet :) Gelandet sind wir im Bärenbrunnerhof, ca 5 Minuten von Dahn Richtung Bad Bergzababern. Der Bärenbrunnerhof bietet ausschließlich Speisen aus eigener Produktion an.
Desw. muss hier keineswegs auf deftige Stärkung verzichtet werden. Rinderschmorbraten mit hausgemachten Spätzle und Rotkraut (14,90€) gibt es ebenso wie Bratwurst + Leberknödel mit Sauerkraut, genannt Schiefer Sack :D Dahner Felsenland

Komplett ökologisch hergestelltes Essen garniert mit einem Ökoweizen war wirklich eine neue, positive Geschmackserfahrung. Hinter dem Reaustaurant, das auch sehr vielen Kletterern als Einkehr dient, kann man sich den Bauernhof incl. Tiere & Co. aus der Nähe anschauen. Ein kleiner Hofladen bietet Wurst, Käse und mehr zum mitnehmen an. Wer hier nach einer anstrengenden Tour einkehren möchte sollte Kinderlieb sein – ich bin mir nicht sicher ob im Retaurant mehr Erwachsene oder Kinder waren :D Zwischendurch linste an der ein oder anderen Sitzecke ein Vollbart eines Bikers durch, die hier wohl auch sehr gerne zu Gast sind.

Die Pfalz hat uns mal wieder einen gelungenen kleinen Kurzurlaub beschert. Für uns schon fast vor der Haustütre gibt es wirklich wunderschöne Wanderstrecken und pflaztypische Köstlichkeiten. Wer von weiter her kommt hat die Möglichkeit in lokalen Pensionen, Hotels und auch sehr idyllischen Zeltplätzen zu übernachten. In der Pfaltz lohnt sich defnitiv auch ein Besuch von mehr als einem Tag.

Wir kommen wieder. Nächste Woche. Aber dann mit dem Mountainbike :)

Links:

Offizielle Homepage des Dahner Felsenlandes
Dahner Felsenpfad Flyer incl. Wegbeschreibung
Homepage Bärenbrunnerhof

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05.01.10 9km/370HM Erste Erfahrungen mit Schneeschuhen am Fuße der Zugspitze

Januar 7th, 2010 Dave

Zugspitze Schneeschuhwanderung GPS-Track Höhenprofil

Auf der ersten Schneeschuhwanderung gab es mal wieder eine kleine Portion Outdoor Erfahrung. Nach Tourentipps aus der Zeitschrift Outdoor, machten wir uns auf Richtung Zugspitze um in Obermoos bei Ehrwald unsere ersten Erfahrungen auf Schneeschuhen zu machen. Bei einer Scheeschuhtour reizt unberührte Natur und völlige Stille, weit ab von Trubel und Stress. Das dieses Ziel nicht ohne gründliche Vorbereitung zu erreichen ist, zeigten uns unsere ersten Schritte…

Stichwort Tourenplanung: Aufgrund von der einer unberührten dicken Schneedecke könnt ihr euch bei einer Schneeschuhtour an keinen Wegen und oftmals auch nicht an Wegzeichen orientieren. Da das Wandern auf Schneeschuhen aktuell auch (zum Glück) nicht zu den populärsten Outdooraktivitäten zählt, ist man oft völlig auf sich allein gestellt. Man kann sich an keinen Spuren orientieren – und da man ja auch nicht ständig auf platten Forstewegen unterwegs sein möchte, oft auch nicht an Ziehwegen. Darüber hinaus ist zu beachten, das man nie weiß was unter einem ist – je abgelegender das Gebiet, desto höher die Gefahr in unwegsames Gelände zu Zugspitze Schneeschuhwanderungkommen und sich zu verletzen.

Angaben wie sie in der Ausgabe Dezember 2009 der Zeitschrift Outdoor angegeben sind, reichen für Wanderer ohne Erfahrungen im betfreffenden Gebiet bei weitem nicht aus. Es werden Wege angegeben, die auf 1:30000er Karte nicht eingezeichnet sind. Im Artikel wird eine 1:25000er (Alpenvereinskarte #4/2, Wattstein – Mieminger Gebierge/Mittleres Blatt) empfohlen, evtl. hat man mit dieser einen besseren Überblick. Jedenfalls gibt es die empfohlene Karte nicht im Ort, die beste Auflösung ist neben der Kompass Karte mit Maßstab 1:50000 die Mayr Karte für das Tiroler Zugspitzengebiet im Maßstab 1:30000. Wer nach der empfohlenen Karte wandern möchte, muss diese vor Anreise bestellen.

Der Artikel empfiehlt dem Leser einen alternativen einfacheren Einstieg der über einen Forstweg zur Hochtörle Hütte führt. Nach einem kleinen Stück soll es links ab zum Thörle Aufstieg gehen. Auf der 1:25000 Karte ist ein kleiner Ziehweg mit einer Hütte (Thörlehütte) eingezeichnet, den wir auch genommen hatten. Hütte gefunden, weiter gings jedoch leider nicht. Durch der völlig verschneiten Gegend konnte man keinen weiteren Weg erkennen. Oder war doch die Abzweigung direkt knapp vor der Hütte gemeint? Könnte alles sein…

Ich möchte dem Autor auch keine Vorwürfe machen. Tourempfehlungen aus Zeitschriften sind als grober Maßstab zu verstehen, eine ordentliche Tourenplanung bleibt hierbei nicht aus – und vor allem ordentlich Zeitpuffer. Das der auf der Mayr Karte eingezeichnete Weg nicht zu finden war und wir hierbei mit suchen einige Zeit verloren hatten, beschränkte uns bez. unseres Ziels des Törle Gipfels. Zugspitze Schneeschuhwanderung

Da auf unserem GPS und der OSM Karte der Weg zur Thörle Hütte und dem weiteren Weg zum Gipfel nicht eingezeichnet war, konnten wir uns nur auf den Rückweg machen. Als Alternative sind wir bis zur Hochtörlehütte aufgestiegen und haben uns bis zum Aussichtspunkt Eibseeblick durchgekämpft. Von dort aus ging es wieder Bergab Richtung Einstieg direkt an der Ehrwald-Obermoos Zugspitzbahn.

Ein schönes Erlebnis! Das nächste mal jedoch mit mehr Planung oder einer für Schneeschuhe vorgesehen Strecke die es z.B. auf dem Feldberg gibt. Eine Schneeschuhwanderung im abgelegenen Gebiet erfordert höchste Orientierungskenntnisse und eine sehr gute Vorbereitung.

Mein Tourentipp für Ortsunkundige und Schneeschuhwanderer die sich keine Sorgen um die Wegfindung machen wollen (ca. 6 Stunden einplanen):

- Einstieg Ehrwald-Obermoos Zugspitzbahn (direkt links an der Gondelstation führt ein Weg nach oben der Anfangs auch von Schlittenfahrern genutzt wird)
- Aufstieg bis zur Hochtörlehütte (ausgeschildert) die nur im Sommer bewirtschaftet ist, rechts ab zum Aussichtspunkt Eibseeblick (ausgeschildert). Diese Stelle bietet sich sehr gut als erste Rast an.
Zugspitze Schneeschuhwanderung – Den gleichen Weg zurück zur Hochtörlehütte, dann nicht wieder zur Gondelstation sondern Richtung Westen zum Thörle (Kreuzleboden)
- Von dort aus müsste es laut Google Maps eine Wegabzweigung nach Süden Richtung Talggemahd geben, war auf der 1:30000 nicht eingezeichnet – ist auch in Google Maps sehr schwach zu sehen. Evtl. habt ihr mit der 1:25000 mehr Glück bzw. habt euch den Wegverlauf bei eurer Tourvorbereitung auf eurem GPS vorgezeichnet. Ansonsten geht es den gleichen Weg wieder zurück nach Osten bevor es dann Richutng Süden wieder bergab zur Gondelstation geht.

Schneeschuhe mit Skistöcken bekommt ihr direkt in Ehrwald in vielen Sportshops. Direkt gegenüber der Touristeninformation findet ihr einen Intersport bei dem ihr für 9,00€ am Tag ein Set ausleihen könnt. Die Schneeschuhe spannt ihr euch wie eine Snowbardbindung an den Wanderschuh. Hinten kann die Bindung aufgemacht werden, dass man auch ohne den Schläger flexibler laufen kann. Unten an den Schuhen sind Metallzacken angebracht die euch entsprechenden Halt auf Schnee bieten.

Wenn ihr eine Karte benötigt, gibt es in Ehrwald am Kirchplatz eine Bücherei. Die Touristeninformation vertreibt keine Karten, hat aber einfache Karten zur kostenlosen Ausgabe.

Es gibt übrigens keine offiziellen Schneeschuhtouren bei Ehrbach und demnach auch keine speziell eingezeichneten Wege. Die Touristeninformation weist freundlichst darauf hin, dass man ohne Gewähr unterwegs ist. Selbstverständlich wird man dennoch mit Informationen zur Lawinengefahr etc. informiert.

Wer nicht im Ort übernachtet und am gleichen Tag von München aus anreist, sollte eine Stunde Puffer mit einplanen. Zugspitze SchneeschuhwanderungDie Dörfer die man hinter sich bringen muss sind auch bei wenig Verkehr ein Nadelöhr, bei dem man kostbare Zeit verliert.

Links:

Offizielle Ehrwald Homepage
Zugspitze WikiLink
Schneeschuhe WikiLink

06.06.2009 -07.06.2009 20km/1350HM Bryce-Canyon-Nationalpark Utah/USA

November 30th, 2009 Dave

Bryce Canyon Utah USA GPS-Track Höhenprofil

Wie schon das letzte mal, ein eher etwas aufwärmender Beitrag aus dem Südwesten der USA…

Bryce Canyon und Umgebung eignet sich aufgrund der Vielfalt sowohl für “Kurzbesucher” als auch für länger verweilende Traveller. Hier bietet sich dem Outdoorfan ein Eldorado vom 3 Stunden Hiking-Kurztrip zur Wochenwanderung, von der Quad Tour bis zum Mountainbiketrip.

Auf der offiziellen Webpräsenz vom Bryce Canyon könnt ihr euch generelle Informationen zum Nationalpark einholen. Hier bekommt ihr Infos zu den klimatischen Bedingungen, Infos zu Fees und Permits, Übernachtungsmöglichkeiten und vielem mehr. Interessant sind hier auch die zur Verfügung stehenden Maps die ihr euch bereits vor der Anreise mal anschauen könnt. Die erste der Reihe (Park Map) ist auch die Karte die kostenlos bei Leistung eures Permits in einer besseren Version ausgehändigt bekommt. Diese reicht, auch mit Bestätigung der Parkranger, als Orientierung auch bei 2 oder 3 Tages Trips völlig aus. Es gibt nicht viele Abzweigungen bei denen man sich verlaufen könnte, desw. ist die Investition in eine ausgewachsene Karte nicht zwingend notwendig.

Das Wanderwegnetz umfasst ca. 80 km, wobei man die Wahl zwischen Touren von 1 – 5 Stunden hat. Mit dem kostenlosen Bus kann man sich an den gewünschten Einstieg zwischen Visitor Center und Bryce Point fahren lassen. Hierbei haben auch weniger ausdauernde Wanderer die Möglichkeit bei diversen Loops (Rundgängen) verschiedene atemberaubende Eindrücke des Bryce Canyons zu gewinnen. Wer mehr will, der kann seine Wanderroute entsprechend selbst zusammenstellen. Eine 2 (oder mehr) tägige Wandertour kann man über den Under the Rim Trail realisieren. Den Einstieg findet man am Ende des Rim Trails direkt am Bryce Point. Wer nicht mit dem Bus anreist, kann hier auch das Auto kostenlos abstellen. Sogar hier gilt -> Permit! Man möchte vermeiden, dass Mehrtageswanderer einen Parkplatz längere Zeit besetzen und die übrigens zu wenig Parkmöglichkeiten finden – alles schön geregelt in den USA :) Ab dem Under the Rim Trail geht es ca. 36 km in den Süden (über Loops auch verlängerbar), wobei in regelmäßigen Abständen Campgrounds und Wasserstellen zu finden sind. Auch hier gilt -> nur mit Backcountry Permit. Wer auf Nummer sicher gehen will, reserviert bereits im Vorfeld, um vor Ort keine böse Überraschung zu erleben und die geplante Tour aufgrund Platzmangel baden geht. Bryce Canyon Utah USAWie auch in anderen Nationalparks, wird man von den Parkrangern immer sehr gut beraten. Diese zeichnen einem auch mögliche Wasserstellen auf der Karte ein und geben Infos welche evtl. trocken sein könnten. Parkrangerinfo ist vor so einer Tour ein absolutes MUSS! Wir hatten Anfang Juni z.B. einen sehr schwachen Flusslauf. Eine Info wo es definitiv Wasserstellen gibt, beruhigt auf so einer Tour demnach ungemein :)

Zu unserer Tour und weiteren Tipps:

Wie immer sollte man sich mind. 1 Tag Zeit nehmen sich über den neuen National Park informieren. Hierzu gehört auch eine Unterhaltung mit einem Parkranger, die ihr in den Visitor Centers findet. Hier bekommt ihr neben Infos zum Wetter, Wasserlage, Bearwarnings usw. auch eure Permits. Zu unserem Glück war bei unserer geplanten Tourzeit eine Bärenwarnung draußen… …mit dem netten Hinweis, dass es sich wohl um einen kleineren Bär handelt der mehr Angst vor uns als wir vor ihm haben und man lediglich darauf achten sollte das Essen nachts auf Bäume zu hängen und nichts essbares im Zelt zu haben, najaaa….. …okay…. .:) Mit den gesammelten Informationen kann man es sich dann am Zeltplatz-Lagerfeuer gemütlich machen und während das Fleisch auf dem Grill bruzelt in Ruhe bei einem kühlen Bier die nächsten Tourtage planen.

Da wir es eher etwas abgeschieden mögen, haben wir uns für einen wirklich sehr schönen Campingplatz (Red Canyon Camp Ground) im Dixie National Forest außerhalb des Bryce Canyon Gebietes entschlossen. Von hier aus ist man in ca. 10 Minuten im Nationalpark und genießt dafür sehr viel Ruhe und einen schönen Blick auf die Red Canyons. Der Red Canyon Campground ist sehr angenehm ausgestattet. Fließend Wasser am jeweiligen Zeltplatz, zum Teil asphaltierte Grill- und Speisestellen und sehr
gute Grillmöglichkeiten. Wie man es von Zeltplätzen in den USA gewohnt ist, sind die Nachbarn hier in unhörbarer Reichweite. Da kann man sich richtig wohl fühlen :)

Wer eine gute Einkaufsmöglichkeit für sucht, der wird vom Rubins Inn (direkt beim Parkeingang des Bryce) , in dem es neben extrem ausgedehntem Souvenier auch Essbares gibt, etwas enttäuscht sein. Auch der kleine Shop den man auf der Straße #12 passiert, ist nicht wirklich ansprechend. Fahrt auf der 12 weiter Richtung Tropic! Hier kommt irgendwann auf der rechten Seite ein sehr guter Supermarkt wo es eine große Auswahl an Grillfleisch, Obst, Gemüse gibt. In einem Gartenshop nebenan gibt es Holz für die abendliche Grillsession zu kaufen. Bryce Canyon Utah USA

Wer noch Zeit am Abend hat, kann sich in der Nähe von Rubins Inn den abendlichen Bullride anschauen :) Der Eintritt war hier nicht wirklich hoch, wurde aber leider nicht dokumentiert.

Bei unserer Planung haben wir uns vorgenommen das Bryce Amphitheater zu bewandern und dann über den Rim Trail in den Under the Rim Trail einzusteigen. Um bei unserer Rückkehr nicht wieder bis zum Sunrise Point laufen zu müssen, haben wir unseren Jeep beim Bryce Point abgestellt und sind mit dem Bus und zwei vollgepackten Rucksäcken zum Sunrise Point gefahren. Von hier aus ging es zu Fuß los…

Die Loops vom Sunrise Point bis zum Bryce Point haben uns mit unserem Gepäck schon einiges abverlangt. Im Amphitheater hatten wir ca. 2,5 Stunden bis wir zur eigentlichen Tour ab dem Under the Rim Trail starteten. Besonders die ziemlich steilen Höhenmeter hauten da ganz schön rein… …missen sollte man diesen Part jedoch keinesfalls. Die knallorangenen Felsformationen und die serpeninenartigen Wage die sich um die Felsen schlängeln sind einfach atemberaubend.

Vom Rim geht es dann auf dem Trail unter (under) den Rim :) – ab dem Bryce Point nicht zu verfehlen. An einem Bearwarning Schild vorbei ging es erst mal stetig bergab in den Canyon. Die Felsen sind hier zwar nicht mehr ganz so rot, dennoch ist der Ausblick einmalig. Der Wanderweg ist hier sehr gut sichtbar, verirren ist quasi unmöglich. Sehr positiv zu unserer Reisezeit war, dass wir auf sehr wenig Hiker gestoßen sind. Am ersten Zeltplatz (Right Fork, Yellow Creek) sind wir auf den ersten gleichgesinnten gestoßen der sich sein Zeltnest bereits eingerichtet hatte :) Bryce Canyon Utah USA

Auf dem schmalen Wanderweg im Canyon ging es weiter mit dem sportlichen und zuvor mit Permit gebuchten Ziel -> Zeltplatz Right Fork Swamp Canyon. Wir passierten weitere 2 Zeltplätze die völlig leer waren (Zeltplätze sind hier übrigens ohne jeglichen Komfort wie Wasser o. ä.). Ab dem Yellow Creek Zeltplatz hatten wir weitere heftigere Höhenmeter zu bewältigen und eine recht große Distanz zu bis zum nächsten Zeltplatz. 8,5 km und schätzungsweise 600HM wären bis zum Swamp Canyon zu bewältigen gewesen. Leider ließen bei meiner Freundin beim ersten größeren Aufstieg deutlich die Kräfte nach. Da wir noch einiges an Höhenmetern und Distanz hinter uns hätten bringen müssen, kehrten wir sicherheitshalber zum Yellow Creek Zeltplatz zurück um dort unser Lager aufzuschlagen.

Der Zeltplatz war völlig menschenleer mit einem tollen Ausblick auf eine Felsenlandschaft. Das angrenzende Flussbett war fast völlig ausgetrocknet, führte aber noch etwas Wasser welches wir zum Kochen benutzen konnten (Tabletten zur Wasseraufbereitung empfohlen!). Offene Feuer sind leider im ganzen Gebiet nicht erlaubt, weswegen man sich auf Kocher und Taschenlampe beschränken muss – schade. Nach dem wir unser Zelt mit tollem Ausblick aufgeschlagen hatten, genossen wir eine ordentliche Portion Spaghetti Pesto :) Das tat gut… :) Nachdem wir das restliche Proviant auf den Bäumen platziert und das Zelt gesichert hatten, sind wir mit bärigen Träumen in mitten des Bryce Canyons eingeschlafen. Bryce Canyon Utah USA

Am nächsten Tag machten wir uns nach kurzem Frühstück auf den Weg zurück. Bärenvorfälle o. ä. hatten wir keine, bzw. haben wir zumindest nicht bemerkt :) Das Essen auf dem Baum war unberührt, Zelt unverletzt :)

Den Rückweg hatten wir ziemlich schnell hinter uns gebracht. Hierbei wurde uns klar, wie viel Energie wir bereits im Amphietheater verbraten hatten. Mit genügend überschüssiger Energie sind wir heil zum Parkplatz am Bryce Point zurückgekehrt und machten uns auf den Rückweg zu unserer Base.

Wer ausdauernd ist und Zeit hat für eine ausgedehnte Wandertour, der kann im Bryce Canyon sicher gut und gerne eine Woche verbringen. Leider ist der größte Teil nur über einen Weg zu bewandern, weswegen man auf Hin- und Rückweg die gleiche Strecke hat. Es gibt jedoch einige Gelegenheiten, bei denen der Trail über Loops abgeändert werden kann, z.B. am Swamp Canyon Loop oder am Ende des Under the Rim Trails den über den Riggs Spring Loop. Hier, an den Rainbow & Yovimpa Points stehen übrigens an auch fließendes Wasser und Toiletten und eine Picnic Area zur Verfügung. Bevor es wieder auf den Rückweg geht, kann man hier noch mal ein bischen tanken :)

Links:

Offizielle Webpräsenz: http://www.brycecanyon.com
Zeltplätze Bryce Canyon: http://www.brycecanyoncampgrounds.com
Bryce Canyon mit dem Pferd: http://www.canyonrides.com

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15.06.08 Antelope Canyons 550m/0:20h

Oktober 14th, 2009 Dave

Antelope Canyon In diesem Tourbericht gehts in den kalten Wintertagen ins warme Arizona im Westen der USA. Bei Page, ein Ort ca. 3,5 Autofahrstunden vom Grand Canyon entfernt, schlägt das Outdoorherz auch nach dem Grand Canyon höher :)

Wer hier kein Hot Spot auslassen möchte, der muss auch hier im voraus planen oder mehrere Tage Aufenthalt “opfern”, da hier Ziele oft nicht ohne Permitt zu besichtigen sind. Neben vielen Wanderstrecken rund um Page, findet man dort The Wave, welches in vielen USA Bilderbänden das Highlight ist. Vor Ort müssen hier 2 Tage Wartezeit für ein Permitt eingeplant werden. Leider war unser Zeitplan hierfür zu eng gestrickt.

Einfacher und sicher nicht viel unspektakulärer gestaltet sich ein Besuch bei den Antelope Canyons, keine 15 Autominuten von Page entfernt. Nicht weit entfernt von der Street #98 und auch nicht zu verfehlen durch die hohen Kraftwerschlote, kommt man zum Upper und zum Lower Antelope Canyon. Der Upper Canyon ist populärer und wegen des Andrangs auf 1 Stunde Besucherzeit begrenzt. Der Lower Canyon hat keine Zeitbegrenzung, wobei sich diese Eigenschaft etwas vernachlässigen lässt, da beide Canyons in 15 – 20 Minuten abgelaufen sind. Außer für ambitionierte Fotografen die am besten Richtung Vormittag bis Mittags wegen des Lichteinfalls anwesend sein sollten, reicht die Stunde demanch dick aus. Wir haben uns für den Lower Canyon entschieden, weil wir generell weniger besuchte Attraktionen bevorzugen :)

Über steile Leitern geht es auf unebenen Boden und teilweise recht engen Stellen durch den atemberaubenden Canyon. Unglaublich was hier die Natur geschaffen hat – die Formen sind wirklich atemberaubend. Denke die Bilder sprechen für sich :) Die kurze Tour ist sehr einfach zu bewandern, weswegen auch Kinder nicht zuhause Antelope Canyon bleiben müssen. Lediglich relativ steile Treppen sind zu bewältigen, eine gewisse “Laufsicherheit” sollte demnach bestehen.  Unten angekommen ist der unebene Boden jeodch kein Problem. Ohne Führung geht es hier, wie auch beim Upper Anteploe Canyon nicht auf Tour.  Von einem (bei uns) sehr unmotivierten Führer wird man in ca. 10 Minuten durch den problemlosen einfachen Weg geleitet. Was sicher erscheint, kann sich jedoch auch schnell als Falle herausstellen – 1997 sind im Lower Canyon 20 Touristen ums Leben gekommen, da sich ein entferntes Gewitter entleert hatte welches eine Flash Flood auslöste. Nach dieser Tragödie wurde ein Notaustieg für den Schlitzcanyon angebracht.

Für uns, definitiv ein Highlight auf unserer USA Reise, welches sich optimal zwischen Grand Canyon und Bryce Canyon bereisen lässt.

Zelten kann man sehr idyllisch am Lake Powell ca. 10mi von Page entfernt – direkt am Strand beim Lone Rock. Antelope Canyon Für 10,00€ kann man völlig wild am Wasser campen, wobei das Motto gilt -> wer zuerst kommt malt zuerst :) wir hatten jedoch genug Auswahlmöglichkeiten was den Zeltplatz angieng. Kalte duschen gibt es weiter oberhalb auch. ACHTUNG: Anfahrt zum Strand der zugleich auch Campingplatz ist, nur mit einem 4WD (Allrad). Durch den feinen tiefen Sand, hat man mit einem 2 Rad Antrieb hier keine Chance. Übrigens auch mal ein Erlebnis mit einem 4WD Jeep richtung Strand zum Campen zu fahren – fühlt sich an wie ständiges Aqauplaning :)

Diese Gegend wird zum Großteil von Indianern bewohnt. Wer Indianerschmuck und/oder diverses Souvenier möchte, der sollte auf der Strecke vom Grand Canyon bis Page zuschlagen. Von Page Richtung Bryce gibt es keinen einzigen Straßenladen mehr. Sehr ärgerlich für uns, da wir uns doch sehr gerne ein kleines echtes handgemachtes Indianersouvenier mitgenommen hätten.

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06.08.09 6,2km/480HM/1036m Absieg/4:30h Tannheimer Tal: Vom Füssener Jöchle über Otto Mayr Hütte nach Grän

August 25th, 2009 Dave

Vom Füssener Jöchle über Otto Mayr Hütte nach Grän GPS-Track - Höhenprofil - Allgemeine Infos - Tour 1

An unserem zweiten Tag im Tannheimer Tal, wählten wir uns eine Tour aus dem kostenlosen Heft der offiziellen Wandervorschläge aus Tannheim aus. Die mittelschwere Tour “Füssener Hütte (1550m) – Otto Mayr Hütte (1530m) eignete sich hervorragend für einen Trip, da Start und Ziel bei uns in Grän statt fand. Von unserer Pension aus konnten wir in ca. 10 Minuten den 8er Sessellift erreichen, der uns für 11,50€ pro Person (one way) auf´s Füssener Jöchle brachte.

Oben angekommen, konnten wir bereits eine herrliche Aussicht genießen und erkannten auch gleich, dass wir hier sicher nicht den ganzen Weg mit vielen anderen Wanderern, wie bei der 3 Seen Tour, werden teilen müssen. Die Tour machte schon auf den ersten Metern für uns einen sehr positiven Eindruck. Auch diese Strecke ist sehr gut mit Hunden zu bewandern, vorausgesetzt wie immer natürlich eine gewisse Fitness. Auf der gesamten Wanderstrecke gibt es immer wieder Trinkmöglichkeiten in Form von kleinen Bächen für Hunde – ein großer Trinkwasservorrat für unsere Vierbeiner ist demnach nicht notwendig. Kinder sollten bereits etwas trittsicher sein, da es teilweise recht steil und geröllig wird. Man ist jedoch keiner steilen Gratwanderungen oder tiefen Abhängen ausgesetzt.

Über relativ gut ausgebaute Trampelpfade geht es in aller Ruhe Richtung Füssener oder Otto Mayr Hütte. Die Hütten liegen ca. 250 Meter voneinander entfernt, wohin man möchte kann man direkt vor Ort entscheiden :) Der Abstieg gestaltet sich einfach, aber sehr schön. Man wandert neben mächtigen Felsen grünen Wiesen und grasenden Kühen entlang. Die Hütten sind leider schon in recht kurzer Zeit erreicht, weswegen es für eine Brotzeit evtl. doch noch etwas zu früh ist – ein Weizen kann man sich hier aber gut und gerne gönnen :) Vom Füssener Jöchle über Otto Mayr Hütte nach Grän

In der Füssener Hütte kann bei Mehrtageswanderungen o. ä. übrigens auch übernachtet werden. Für 11,00€ seid ihr im Matrazenlager dabei, eure Ruhe habt ihr für 15,00€ die Nacht :) Ab 22:00 Uhr sind hier die Schotten dicht (Hüttenruhe) … …Frühstück gibts für 7,00€.

Ab den Hütten geht es ca. 1,5 Stunden steil bergauf zum Hallergerenjoch. Das ist zugleich der anststengenste Part, für den man sich ein kleines Vesper im Ziel zur Stärkung aufheben sollte. Von oben ab geht es in ca. 3 Stunden ins Tal zurück nach Grän.

Als kleinen Tipp kann ich euch mitgeben, dass ihr nicht auf die nächste Bank um die Ecke für eine Rast warten müsst – denn es gibt keine. Sucht euch als den nächst besten Stein und sträkt euch wenn ihr Hunger habt :)

Hier gibt es nicht weiter viel zu beschreiben, was die Tour jedoch nicht unschöner gegenüber der 3 Seen Tour macht – im Gegenteil – uns hat es besser gefallen. Der Wanderweg hebt sich durch Einsamkeit und der Nähe zur Natur ab, was für uns das Wandern eigentlich ausmacht. Beim nächsten mal im Tannheimer Tal, werden wir sehr gerne wieder eine nicht all zu bekannte Strecke wählen, um hier wieder auf unsere Kosten zu kommen.

PS: Der GPS Track hat einen kleine Fehler, also nicht erschrecken, wenn ihr nach dem Höhenprofil denkt wir hätten nich einen Klettersteig o. ä. bewältigt :)

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05.08.2009 12,5km/525Hm/6:30h 3 Seen Tour im Tannheimer Tal

August 12th, 2009 Dave

Tannheimer Tal 3 Seen Tour GPS-Track - Höhenprofil - Allgemeine Infos - Tour 2

Ausgezeichnet für die schönste Wandertour 2009 ist die 3 Seen Tour im Tannheimer Tal vom Neunerköpfle über die Landsberger Hütte zum Vilsalpsee. Gleich 3 Gipfel können bestiegen werden, wobei man von einem eine herrliche Aussicht aus alle 3 Seen erleben kann. Bei heißem Wetter können hartgesottene auch ein kühles, oder besser sehr kaltes Bad in den Bergseen genießen :)

Die Tour hat einen recht geringen Schwierigkeitsgrad. Ein Anstieg im ersten Drittel und der steile Abstieg zu den Seen, gute Aufmerksamkeit vorausgesetzt, sind durchaus auch von ungeübten Wanderen zu bewältigen. Schwindelfrei muss man hier nicht sein. Steilere Passagen sind mit Seilen entsprechend gesichert und beim letztendlichen Abstieg zum Vilsalpsee ist man zum Großteil auf Geröll unterwegs. Die Tour ist Kindertauglich, auch sportliche Hunde ab mittlerer Größe kommen hier gut zurecht.

Die Tour startet direkt in Tannheim an der Gondel zum Neunerköpfle. Die Parkgebühr von 2€ am Tag ist mehr als human, wobei die Liftpreise wie gewohnt mit saftigen Kosten zu buche schlagen – ab 18,00€ oneway incl. Rabatt von der Gästekarte (siehe allgem. Infos) ist man dabei. Oben angekommen geht es auf direktem Wege auf den Neunerköpfle Gipfel, auf dem man sich im größten Gipfelbuch der Alpen verewigen darf. Tannheimer Tal 3 Seen Tour Eine tolle Aussicht von dem 1862m hohen Gipfel macht Lust auf mehr. Danach geht es auf relativ gut „ausgebauten“ Trampelpfaden weiter Richtung Landsberger Hütte. Auf dem Weg hat man die Möglichkeit gleich 2 Gipfel zu besteigen. Die Sulzspitze mit 2084 ist in 30 Minuten erklommen, wir haben uns nur den Schochen mit 2069m gegönnt.. Am Gipfelkreuz lässt sich eine sehr schöne Aussicht zu den 3 Seen bewundern. Zur Landsberger Hütte kann man an der linken Seite des Gipfels weiter laufen, muss also nicht den gleichen Weg wieder zurück laufen. Der Aufstieg ist sehr einfach in ca. 10 Minuten zu bewältigen. Direkt am ersten See vorbei kann man die erste Rast an der Landsberger Hütte einlegen. Satt wird man von einem Teller Spaghetti Bolognese mit Salat für 8,50€ oder einer Portion Pommes für 4,20€.

Wem´s hier zu voll ist, kann sich auf eine weitere Möglichkeit ca. 20 Minuten später bei der Einkehr zur Traualpe freuen. Die Preise sind ähnlich, empfohlen wird hier der Kaiserschmarn der für 7,20€ zu haben ist. Der Abstieg von der Landsberger Hütte zur Traualpe ist bei Nässe Vorsicht zu genießen, da die steilen Felsen hier sehr rutschig werden. Ein Seil hilft jedoch beim Abstieg. Tannheimer Tal 3 Seen Tour

Der letzte Abschnitt der Tour war für unseren Geschmack eher mäßig. Über teilweise recht steile Abschnitte ist man bis zum Vilsalpsee hauptsächlich auf Geröll unterwegs. Unten angekommen findet man sich in einem Touristenziel wieder, von dem aus man an einem an der Straße entlang laufenden Wanderweg wieder zurück nach Tannheim findet (5km). Natur pur und perfekter Wanderspass sieht bei uns anders aus, zumindest auf dem letzten Drittel der Tour. Richtigen Berggenuss erhält man demnach auf den ersten 9km und 5,5 Stunden. Die restliche Stunde und die letzten 5 Kilometer kann man überall im Tal von Tannheim haben. Die 5,5 Stunden Tourzeit die man oft im Netz findet, ist genau der Zeitraum der auf der Beschilderung auf der Tour abzulesen ist – und zwar von der Gondelstation bis zum Vilsalpsee. Wer noch bis nach Tannheim laufen möchte, sollte eine weiter Stunde hinzu kalkulieren. Alternativ kann vom Vilsalpsee auch ein Shuttlebus bis nach Tannheim genutzt werden.

Eine wirklich sehr schöne Tour, aber keinesfalls die beste des Gebiets… …bereits am zweiten Tag, konnten wir eine viel schönere Bergtour genießen, von dem ich euch im nächsten Blogbeitrag berichte…

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