Blog für Outdoor- und Actionhungrige (Facts zu MTB, Boarding, Wassersport, uvm)

EQ Test: Icebreaker GT Rapid Full Zip (260)

März 6th, 2010 Dave

Icebraker Full Rapid Zip

- 165,00€
- 98% Merinowolle
- Gewicht: 500g
- keimhemmend

Ein wahres Luxusoberteil, wenn man vom Material und von der Preiskategorie ausgeht. Das Oberteil aus dem obersten Preissegment ist in der 260iger Version für ca. 165,00€ zu haben.

Icebreaker Oberteile sind in der Dichte (Xg/m²) der Oberteile kategorisiert. Wobei 150er wenig wärmen und sehr leicht sind, hat man mit 260 oder 320er Modellen auch in Extrembedingungen eine wärmende Schicht am Körper.

Der Hersteller zeichnet sich durch den Einsatz von Merinowolle aus. Die Wolle wird in den Südalpen Neuseelands hergestellt und weist gegenüber herkömmlicher Wolle und Synthetik einige Vorteile auf. Wobei Kunstfaser bei schweisstreibenden Sportarten schnell zum unangenehmen riechen neigt, wirkt Merinowolle keimhemmend und die Nase bleibt sehr lange geschont. Andererseits nimmt Merinowolle mehr Feuchtigkeit auf und benötigt vergleichbar lange zum trocknen. Bei stark schweißtreibenden Sportarten wie z.B. Mountainbiking kann das schnell unangenehm werden, wenn sich hier z.B. am Rücken über dem Gesäß eine nasse Stelle bildet. Merinowolle ist auch nur bis zwischen 30° und 40° waschbar, wobei Synthetik oft mit Temperaturen bis zu 90° keine Probleme hat (Hestellerangaben beachten). Icebraker Full Rapid Zip

Wie so oft gibt es keine Eier legende Wollmilchsau. Merinowolle hat klare Vorteile bei mehrtägigen Touren, bei denen keine Wechselklamotten im Rucksack stecken und natürlich auch keine Waschmaschine in Sicht ist. Wobei Synthetik schon nach einigen Stunden schwitzen einen unangenehmen Geruch entwickelt, lässt euch Merinowolle viel länger in Ruhe. Demnach hat bei kurzen “Power-Touren” Synthetik ganz klar die Nase vorn, wobei Merinwolle bei mehrtägigen Touren die erste Wahl ist.

Zum Icebreaker GT…

Der Icebraker_GT eignet sind für die Zwischenschicht von Unterwäsche und der Shell. Direkt auf der Haut kann das Oberteil auch getragen werden, wobei der Zipper innen nicht gerade “gemütlich” gestaltet wurde. Innen ist die Materialoberfläche die gleiche wie außen. Spezielle Outdoorunterwäsche, z.B. von Odlo, besitzt in den Innenseiten ein wärmendes Polster im Nierenbereich und ist insgesamt angenehmer auf der Haut zu tragen. Der Fokus des Icebreakers_GT liegt aber auch nicht auf den Eigenschaften von Unterwäsche. Icebraker Full Rapid Zip

Im Achelbereich wurde eine atmungsaktivere Faser genutzt, die den Abtransport von Schweiß und Gerüchen begünstigt. Auf der linken Brustseite wurde eine Tasche mit Reisverschluss eingebaut in der, zum Größenvergleich, z.B. ein iPhone Platz findet. In den Seitentaschen, die ebenfalls durch einen Reisverschluss gesichert werden, können Hände wärmend Platz finden.

An den Ärmeln wurden Daumenschlaufen angebracht, die für meine Statur etwas zu weit oben sitzen. Bei diversen Bewegungen spannt das Oberteil hier, aber nicht stark störend. Insgesamt erscheint mir das Material nicht sehr elastisch… …wenn es ganz zu gezogen wird, ist es am Hals sehr eng. Der Reisverschluss geht aus diesem Grund hier ab und an von selbst wieder auf. Der Zipper reicht bei meiner Größe von 1,80m und der Größe L über die Hüfte bis ca. der Mitte des Gesäßes.

Größtes Manko am Icebreaker ist der Reisverschluss. Bei 165,00€ Investition erwarte ich eigentlich einwandfreie Funktionalität. Der Reisverschluss blockiert wenn er schnell aufgezogen wird. Wenn man ihn langsam und behutsam auf zieht, hat man meistens Glück. Grund ist die innere Stoffleiste direkt am Reisverschluss. Wie man es von anderen Jacken kennt, bei denen man den Verschluss gelegentlich mit Stoff einklemmt, passiert das beim Icebreaker regelmäßig. Ärgerlich. 10000km.net Merinoschaf

Insgesamt ist der Icebreaker GT ein sehr angenehm zu tragendes Oberteil, mit tollen Vorteilen des Materials. Leider mit kleinen Schwänchen die man in dieser Preiskategorie eigentlich nicht erwarten sollte.

Beachte: Trotz sehr guter wärmenden Eigenschaften, bleibt einem eine wärmende Fleece Schicht in sehr kalten Regionen nicht erspart. Für solche Fälle habe ich immer noch eine Fleeceweste (kleines Packmaß, geringes Gewicht) mit im Rucksack.

Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Piste

Februar 15th, 2010 Dave

Lawine
Das Team von Outdoor.de hat mich netterweise auf eine Serie bez. Lawinen aufmerksam gemacht…

Die Serie versorgt mit detaillierten Infos zum Thema Lawinen. Wichtige Infos für jeden der auch im Winter nicht auf seine Outdoorerlebnisse verzichten möchte.

Die Autoren Dieter Stopper und Dr. Tobias Bach bieten euch als ausgewiesene Experten eine kompetente Grundlage.


Die Serie bietet u. a. Infos zu Fragen wie…

  • Wie lange dauert es im Durschnitt bis ein Rettungsteam vor Ort ist?
  • Ab wann sinken meine Überlebungschancen rapide?
  • Was ist beim Einsatz von LVS-Geräten zu beachten?
  • Wie kann ich generell Risiken vermeiden?

…und wird in 6 Themen gegliedert…

Teil 1: Notfallausrüstung
Teil 2: Welches LVS
Teil 3: Lawinen vermeiden
Teil 4: Was können Airbag & Co.
Teil 5: Sicher unterwegs
Teil 6: Soziales Risikomanagement

Die Serie sei jeden Wintersportlicher ans Herz gelegt :)

Grüße Dave

Garmin eTrex Vista stabile Softcase Fahrradhalterung für den Vorbau II

Februar 1st, 2010 Dave

Garmin Vista Vorbau Halterung II

Lösung I - Lösung II

- Kosten max. 30,00€
- Montage 5min + Schneider/Schuster
- Komfortabel, flexibel, zuverlässig

Bei der Ausschau nach guten Softcasehalterungen bin ich auf eine ähnliche Lösung gestossen wie in diesem Blogbeitrag bereits vorgestellt.

Da die Qualität der von mir verwendeten Materialien sehr zu wünschen übrig gelassen haben und die Umsetzung auch weniger proffessionell war, möchte ich euch die Lösung von Florian (pic1701d) aus dem IBC Forum vorstellen. Nicht viel mehr Aufwand als Lösung 1 und durch den Einsatz einwandfreier Materialen und Fachleuten für wenig Geld eine Einwandfreie Lösung! Nach Rückfrage hat er mir seinen Text + Bilder gerne zur Verfügung gestellt - danke an dieser Stelle :) Garmin Vista Vorbau Halterung II

Wie auch bei meiner ersten Lösung, ist diese Softcaselösung natürlich auch wieder sehr leicht, flexibel, günstig, zuverlässig und steht nicht zu weit vom Lenker ab.

Zur Beschreibung….

Ich bin von der normalen Garmin-Neopren-Tasche ausgegangen, weil sie das Gerät durch die relativ dicke Neoprenschicht gut schützt. Beim Schuster habe ich die Gürtelklammer entfernen lassen und stattdessen einen 2cm breiten Lederstreifen aufkleben+vernähen lassen, durch den man Klettbänder schieben kann.

Garmin Vista Vorbau Halterung II

Das ganze wird jetzt durch drei Klettbänder am Vorbau befestigt. Die Klettbänder kann man straff anziehen, dann wackelt nix mehr. Durch das Neopren an der Rückseite der Tasche ist auch alles gut gepolstert.

Ich fahre nun schon seit ca. 6 Monaten so, auch viele Trails und grobes Gelände. Hält alles wunderbar, und das auch noch zu einem relativ günstigen Preis: Tasche 12 Euro, Schuster 10 Euro, Klettbänder 3 Euro

Das ganze funktioniert allerdings wohl nicht bei steileren Vorbauten, weil der Sichtwinkeln dann ungünstigt wird.

Banff Mountain Film Festival World Tour 2010

Januar 29th, 2010 Dave

Es geht wieder los…

…das renommierteste Mountain Film Festival der Welt.

Jeden Herbst wird das Banff Centre im Herzen der Canadian Rockies zum Treffpunkt für Outdoorfilmfans aus aller Welt. Für Filmemacher ist die Auszeichnung mit einem Banff-Filmpreis eine besonders große Ehre. Damit hält man so etwas wie den “Mountainfilm-Oscar” in den Händen. Seit 1986 gehen die besten Filme des Festivals regelmäßig auf große World Tour.

Dieses Jahr mit folgenden Inhalten:

- Klettern, 24 Min, USA 2009
- Mountain Sports, 6 Min, Frankreich 2008
- Speedflying, 10 Min, Frankreich 2009
- Kajak, 20 Min, USA 2009
- Mountainbike, 46 Min, GB 2009
- Fun, 4 Min, Deutschland 2009

Tickets und weitere Infos gibts auf der neuen offiziellen Banff Homepage.

Den Trailer wie jedes Jahr direkt hier auf der Page…

Viel Spass ;)

Topic Guides

Januar 18th, 2010 Dave

Topic Guide Über die Jahre ist hier einiges an Tourentipps zusammengekommen :) Um euch einen komfortablen Überblick über die Touren und den Equipment Tests zu geben, findet ihr rechts in der Navigation die Bereiche

Topic Guide Equipment
Topic Guide Touren

Alphabetisch sortiert, bekommt ihr einen Überblick über alle bereits getesteten Equipmentkomponenten.

Im Tourguide nach Land und in Deutschland zusätzlich nach dem PLZ Bereich sortiert, einen Überblick u. a. über MTB- Rafting-, Berwandertouren und mehr…

Alle neuen Touren werden natürlich in die Guides mit aufgenommen :)

Viel Spass beim stöbern!

Grüße Dave

05.01.10 9km/370HM Erste Erfahrungen mit Schneeschuhen am Fuße der Zugspitze

Januar 7th, 2010 Dave

Zugspitze Schneeschuhwanderung GPS-Track Höhenprofil

Auf der ersten Schneeschuhwanderung gab es mal wieder eine kleine Portion Outdoor Erfahrung. Nach Tourentipps aus der Zeitschrift Outdoor, machten wir uns auf Richtung Zugspitze um in Obermoos bei Ehrwald unsere ersten Erfahrungen auf Schneeschuhen zu machen. Bei einer Scheeschuhtour reizt unberührte Natur und völlige Stille, weit ab von Trubel und Stress. Das dieses Ziel nicht ohne gründliche Vorbereitung zu erreichen ist, zeigten uns unsere ersten Schritte…

Stichwort Tourenplanung: Aufgrund von der einer unberührten dicken Schneedecke könnt ihr euch bei einer Schneeschuhtour an keinen Wegen und oftmals auch nicht an Wegzeichen orientieren. Da das Wandern auf Schneeschuhen aktuell auch (zum Glück) nicht zu den populärsten Outdooraktivitäten zählt, ist man oft völlig auf sich allein gestellt. Man kann sich an keinen Spuren orientieren - und da man ja auch nicht ständig auf platten Forstewegen unterwegs sein möchte, oft auch nicht an Ziehwegen. Darüber hinaus ist zu beachten, das man nie weiß was unter einem ist - je abgelegender das Gebiet, desto höher die Gefahr in unwegsames Gelände zu Zugspitze Schneeschuhwanderungkommen und sich zu verletzen.

Angaben wie sie in der Ausgabe Dezember 2009 der Zeitschrift Outdoor angegeben sind, reichen für Wanderer ohne Erfahrungen im betfreffenden Gebiet bei weitem nicht aus. Es werden Wege angegeben, die auf 1:30000er Karte nicht eingezeichnet sind. Im Artikel wird eine 1:25000er (Alpenvereinskarte #4/2, Wattstein - Mieminger Gebierge/Mittleres Blatt) empfohlen, evtl. hat man mit dieser einen besseren Überblick. Jedenfalls gibt es die empfohlene Karte nicht im Ort, die beste Auflösung ist neben der Kompass Karte mit Maßstab 1:50000 die Mayr Karte für das Tiroler Zugspitzengebiet im Maßstab 1:30000. Wer nach der empfohlenen Karte wandern möchte, muss diese vor Anreise bestellen.

Der Artikel empfiehlt dem Leser einen alternativen einfacheren Einstieg der über einen Forstweg zur Hochtörle Hütte führt. Nach einem kleinen Stück soll es links ab zum Thörle Aufstieg gehen. Auf der 1:25000 Karte ist ein kleiner Ziehweg mit einer Hütte (Thörlehütte) eingezeichnet, den wir auch genommen hatten. Hütte gefunden, weiter gings jedoch leider nicht. Durch der völlig verschneiten Gegend konnte man keinen weiteren Weg erkennen. Oder war doch die Abzweigung direkt knapp vor der Hütte gemeint? Könnte alles sein…

Ich möchte dem Autor auch keine Vorwürfe machen. Tourempfehlungen aus Zeitschriften sind als grober Maßstab zu verstehen, eine ordentliche Tourenplanung bleibt hierbei nicht aus - und vor allem ordentlich Zeitpuffer. Das der auf der Mayr Karte eingezeichnete Weg nicht zu finden war und wir hierbei mit suchen einige Zeit verloren hatten, beschränkte uns bez. unseres Ziels des Törle Gipfels. Zugspitze Schneeschuhwanderung

Da auf unserem GPS und der OSM Karte der Weg zur Thörle Hütte und dem weiteren Weg zum Gipfel nicht eingezeichnet war, konnten wir uns nur auf den Rückweg machen. Als Alternative sind wir bis zur Hochtörlehütte aufgestiegen und haben uns bis zum Aussichtspunkt Eibseeblick durchgekämpft. Von dort aus ging es wieder Bergab Richtung Einstieg direkt an der Ehrwald-Obermoos Zugspitzbahn.

Ein schönes Erlebnis! Das nächste mal jedoch mit mehr Planung oder einer für Schneeschuhe vorgesehen Strecke die es z.B. auf dem Feldberg gibt. Eine Schneeschuhwanderung im abgelegenen Gebiet erfordert höchste Orientierungskenntnisse und eine sehr gute Vorbereitung.

Mein Tourentipp für Ortsunkundige und Schneeschuhwanderer die sich keine Sorgen um die Wegfindung machen wollen (ca. 6 Stunden einplanen):

- Einstieg Ehrwald-Obermoos Zugspitzbahn (direkt links an der Gondelstation führt ein Weg nach oben der Anfangs auch von Schlittenfahrern genutzt wird)
- Aufstieg bis zur Hochtörlehütte (ausgeschildert) die nur im Sommer bewirtschaftet ist, rechts ab zum Aussichtspunkt Eibseeblick (ausgeschildert). Diese Stelle bietet sich sehr gut als erste Rast an.
Zugspitze Schneeschuhwanderung - Den gleichen Weg zurück zur Hochtörlehütte, dann nicht wieder zur Gondelstation sondern Richtung Westen zum Thörle (Kreuzleboden)
- Von dort aus müsste es laut Google Maps eine Wegabzweigung nach Süden Richtung Talggemahd geben, war auf der 1:30000 nicht eingezeichnet - ist auch in Google Maps sehr schwach zu sehen. Evtl. habt ihr mit der 1:25000 mehr Glück bzw. habt euch den Wegverlauf bei eurer Tourvorbereitung auf eurem GPS vorgezeichnet. Ansonsten geht es den gleichen Weg wieder zurück nach Osten bevor es dann Richutng Süden wieder bergab zur Gondelstation geht.

Schneeschuhe mit Skistöcken bekommt ihr direkt in Ehrwald in vielen Sportshops. Direkt gegenüber der Touristeninformation findet ihr einen Intersport bei dem ihr für 9,00€ am Tag ein Set ausleihen könnt. Die Schneeschuhe spannt ihr euch wie eine Snowbardbindung an den Wanderschuh. Hinten kann die Bindung aufgemacht werden, dass man auch ohne den Schläger flexibler laufen kann. Unten an den Schuhen sind Metallzacken angebracht die euch entsprechenden Halt auf Schnee bieten.

Wenn ihr eine Karte benötigt, gibt es in Ehrwald am Kirchplatz eine Bücherei. Die Touristeninformation vertreibt keine Karten, hat aber einfache Karten zur kostenlosen Ausgabe.

Es gibt übrigens keine offiziellen Schneeschuhtouren bei Ehrbach und demnach auch keine speziell eingezeichneten Wege. Die Touristeninformation weist freundlichst darauf hin, dass man ohne Gewähr unterwegs ist. Selbstverständlich wird man dennoch mit Informationen zur Lawinengefahr etc. informiert.

Wer nicht im Ort übernachtet und am gleichen Tag von München aus anreist, sollte eine Stunde Puffer mit einplanen. Zugspitze SchneeschuhwanderungDie Dörfer die man hinter sich bringen muss sind auch bei wenig Verkehr ein Nadelöhr, bei dem man kostbare Zeit verliert.

Links:

Offizielle Ehrwald Homepage
Zugspitze WikiLink
Schneeschuhe WikiLink

06.06.2009 -07.06.2009 20km/1350HM Bryce-Canyon-Nationalpark Utah/USA

November 30th, 2009 Dave

Bryce Canyon Utah USA GPS-Track Höhenprofil

Wie schon das letzte mal, ein eher etwas aufwärmender Beitrag aus dem Südwesten der USA…

Bryce Canyon und Umgebung eignet sich aufgrund der Vielfalt sowohl für “Kurzbesucher” als auch für länger verweilende Traveller. Hier bietet sich dem Outdoorfan ein Eldorado vom 3 Stunden Hiking-Kurztrip zur Wochenwanderung, von der Quad Tour bis zum Mountainbiketrip.

Auf der offiziellen Webpräsenz vom Bryce Canyon könnt ihr euch generelle Informationen zum Nationalpark einholen. Hier bekommt ihr Infos zu den klimatischen Bedingungen, Infos zu Fees und Permits, Übernachtungsmöglichkeiten und vielem mehr. Interessant sind hier auch die zur Verfügung stehenden Maps die ihr euch bereits vor der Anreise mal anschauen könnt. Die erste der Reihe (Park Map) ist auch die Karte die kostenlos bei Leistung eures Permits in einer besseren Version ausgehändigt bekommt. Diese reicht, auch mit Bestätigung der Parkranger, als Orientierung auch bei 2 oder 3 Tages Trips völlig aus. Es gibt nicht viele Abzweigungen bei denen man sich verlaufen könnte, desw. ist die Investition in eine ausgewachsene Karte nicht zwingend notwendig.

Das Wanderwegnetz umfasst ca. 80 km, wobei man die Wahl zwischen Touren von 1 - 5 Stunden hat. Mit dem kostenlosen Bus kann man sich an den gewünschten Einstieg zwischen Visitor Center und Bryce Point fahren lassen. Hierbei haben auch weniger ausdauernde Wanderer die Möglichkeit bei diversen Loops (Rundgängen) verschiedene atemberaubende Eindrücke des Bryce Canyons zu gewinnen. Wer mehr will, der kann seine Wanderroute entsprechend selbst zusammenstellen. Eine 2 (oder mehr) tägige Wandertour kann man über den Under the Rim Trail realisieren. Den Einstieg findet man am Ende des Rim Trails direkt am Bryce Point. Wer nicht mit dem Bus anreist, kann hier auch das Auto kostenlos abstellen. Sogar hier gilt -> Permit! Man möchte vermeiden, dass Mehrtageswanderer einen Parkplatz längere Zeit besetzen und die übrigens zu wenig Parkmöglichkeiten finden - alles schön geregelt in den USA :) Ab dem Under the Rim Trail geht es ca. 36 km in den Süden (über Loops auch verlängerbar), wobei in regelmäßigen Abständen Campgrounds und Wasserstellen zu finden sind. Auch hier gilt -> nur mit Backcountry Permit. Wer auf Nummer sicher gehen will, reserviert bereits im Vorfeld, um vor Ort keine böse Überraschung zu erleben und die geplante Tour aufgrund Platzmangel baden geht. Bryce Canyon Utah USAWie auch in anderen Nationalparks, wird man von den Parkrangern immer sehr gut beraten. Diese zeichnen einem auch mögliche Wasserstellen auf der Karte ein und geben Infos welche evtl. trocken sein könnten. Parkrangerinfo ist vor so einer Tour ein absolutes MUSS! Wir hatten Anfang Juni z.B. einen sehr schwachen Flusslauf. Eine Info wo es definitiv Wasserstellen gibt, beruhigt auf so einer Tour demnach ungemein :)

Zu unserer Tour und weiteren Tipps:

Wie immer sollte man sich mind. 1 Tag Zeit nehmen sich über den neuen National Park informieren. Hierzu gehört auch eine Unterhaltung mit einem Parkranger, die ihr in den Visitor Centers findet. Hier bekommt ihr neben Infos zum Wetter, Wasserlage, Bearwarnings usw. auch eure Permits. Zu unserem Glück war bei unserer geplanten Tourzeit eine Bärenwarnung draußen… …mit dem netten Hinweis, dass es sich wohl um einen kleineren Bär handelt der mehr Angst vor uns als wir vor ihm haben und man lediglich darauf achten sollte das Essen nachts auf Bäume zu hängen und nichts essbares im Zelt zu haben, najaaa….. …okay…. .:) Mit den gesammelten Informationen kann man es sich dann am Zeltplatz-Lagerfeuer gemütlich machen und während das Fleisch auf dem Grill bruzelt in Ruhe bei einem kühlen Bier die nächsten Tourtage planen.

Da wir es eher etwas abgeschieden mögen, haben wir uns für einen wirklich sehr schönen Campingplatz (Red Canyon Camp Ground) im Dixie National Forest außerhalb des Bryce Canyon Gebietes entschlossen. Von hier aus ist man in ca. 10 Minuten im Nationalpark und genießt dafür sehr viel Ruhe und einen schönen Blick auf die Red Canyons. Der Red Canyon Campground ist sehr angenehm ausgestattet. Fließend Wasser am jeweiligen Zeltplatz, zum Teil asphaltierte Grill- und Speisestellen und sehr
gute Grillmöglichkeiten. Wie man es von Zeltplätzen in den USA gewohnt ist, sind die Nachbarn hier in unhörbarer Reichweite. Da kann man sich richtig wohl fühlen :)

Wer eine gute Einkaufsmöglichkeit für sucht, der wird vom Rubins Inn (direkt beim Parkeingang des Bryce) , in dem es neben extrem ausgedehntem Souvenier auch Essbares gibt, etwas enttäuscht sein. Auch der kleine Shop den man auf der Straße #12 passiert, ist nicht wirklich ansprechend. Fahrt auf der 12 weiter Richtung Tropic! Hier kommt irgendwann auf der rechten Seite ein sehr guter Supermarkt wo es eine große Auswahl an Grillfleisch, Obst, Gemüse gibt. In einem Gartenshop nebenan gibt es Holz für die abendliche Grillsession zu kaufen. Bryce Canyon Utah USA

Wer noch Zeit am Abend hat, kann sich in der Nähe von Rubins Inn den abendlichen Bullride anschauen :) Der Eintritt war hier nicht wirklich hoch, wurde aber leider nicht dokumentiert.

Bei unserer Planung haben wir uns vorgenommen das Bryce Amphitheater zu bewandern und dann über den Rim Trail in den Under the Rim Trail einzusteigen. Um bei unserer Rückkehr nicht wieder bis zum Sunrise Point laufen zu müssen, haben wir unseren Jeep beim Bryce Point abgestellt und sind mit dem Bus und zwei vollgepackten Rucksäcken zum Sunrise Point gefahren. Von hier aus ging es zu Fuß los…

Die Loops vom Sunrise Point bis zum Bryce Point haben uns mit unserem Gepäck schon einiges abverlangt. Im Amphitheater hatten wir ca. 2,5 Stunden bis wir zur eigentlichen Tour ab dem Under the Rim Trail starteten. Besonders die ziemlich steilen Höhenmeter hauten da ganz schön rein… …missen sollte man diesen Part jedoch keinesfalls. Die knallorangenen Felsformationen und die serpeninenartigen Wage die sich um die Felsen schlängeln sind einfach atemberaubend.

Vom Rim geht es dann auf dem Trail unter (under) den Rim :) - ab dem Bryce Point nicht zu verfehlen. An einem Bearwarning Schild vorbei ging es erst mal stetig bergab in den Canyon. Die Felsen sind hier zwar nicht mehr ganz so rot, dennoch ist der Ausblick einmalig. Der Wanderweg ist hier sehr gut sichtbar, verirren ist quasi unmöglich. Sehr positiv zu unserer Reisezeit war, dass wir auf sehr wenig Hiker gestoßen sind. Am ersten Zeltplatz (Right Fork, Yellow Creek) sind wir auf den ersten gleichgesinnten gestoßen der sich sein Zeltnest bereits eingerichtet hatte :) Bryce Canyon Utah USA

Auf dem schmalen Wanderweg im Canyon ging es weiter mit dem sportlichen und zuvor mit Permit gebuchten Ziel -> Zeltplatz Right Fork Swamp Canyon. Wir passierten weitere 2 Zeltplätze die völlig leer waren (Zeltplätze sind hier übrigens ohne jeglichen Komfort wie Wasser o. ä.). Ab dem Yellow Creek Zeltplatz hatten wir weitere heftigere Höhenmeter zu bewältigen und eine recht große Distanz zu bis zum nächsten Zeltplatz. 8,5 km und schätzungsweise 600HM wären bis zum Swamp Canyon zu bewältigen gewesen. Leider ließen bei meiner Freundin beim ersten größeren Aufstieg deutlich die Kräfte nach. Da wir noch einiges an Höhenmetern und Distanz hinter uns hätten bringen müssen, kehrten wir sicherheitshalber zum Yellow Creek Zeltplatz zurück um dort unser Lager aufzuschlagen.

Der Zeltplatz war völlig menschenleer mit einem tollen Ausblick auf eine Felsenlandschaft. Das angrenzende Flussbett war fast völlig ausgetrocknet, führte aber noch etwas Wasser welches wir zum Kochen benutzen konnten (Tabletten zur Wasseraufbereitung empfohlen!). Offene Feuer sind leider im ganzen Gebiet nicht erlaubt, weswegen man sich auf Kocher und Taschenlampe beschränken muss - schade. Nach dem wir unser Zelt mit tollem Ausblick aufgeschlagen hatten, genossen wir eine ordentliche Portion Spaghetti Pesto :) Das tat gut… :) Nachdem wir das restliche Proviant auf den Bäumen platziert und das Zelt gesichert hatten, sind wir mit bärigen Träumen in mitten des Bryce Canyons eingeschlafen. Bryce Canyon Utah USA

Am nächsten Tag machten wir uns nach kurzem Frühstück auf den Weg zurück. Bärenvorfälle o. ä. hatten wir keine, bzw. haben wir zumindest nicht bemerkt :) Das Essen auf dem Baum war unberührt, Zelt unverletzt :)

Den Rückweg hatten wir ziemlich schnell hinter uns gebracht. Hierbei wurde uns klar, wie viel Energie wir bereits im Amphietheater verbraten hatten. Mit genügend überschüssiger Energie sind wir heil zum Parkplatz am Bryce Point zurückgekehrt und machten uns auf den Rückweg zu unserer Base.

Wer ausdauernd ist und Zeit hat für eine ausgedehnte Wandertour, der kann im Bryce Canyon sicher gut und gerne eine Woche verbringen. Leider ist der größte Teil nur über einen Weg zu bewandern, weswegen man auf Hin- und Rückweg die gleiche Strecke hat. Es gibt jedoch einige Gelegenheiten, bei denen der Trail über Loops abgeändert werden kann, z.B. am Swamp Canyon Loop oder am Ende des Under the Rim Trails den über den Riggs Spring Loop. Hier, an den Rainbow & Yovimpa Points stehen übrigens an auch fließendes Wasser und Toiletten und eine Picnic Area zur Verfügung. Bevor es wieder auf den Rückweg geht, kann man hier noch mal ein bischen tanken :)

Links:

Offizielle Webpräsenz: http://www.brycecanyon.com
Zeltplätze Bryce Canyon: http://www.brycecanyoncampgrounds.com
Bryce Canyon mit dem Pferd: http://www.canyonrides.com

EQ Test: Mammut Stirnlampe - Lucido TX1

Oktober 26th, 2009 Dave

Mammut Lucio TX1
- 166 gramm (incl. Batterien)
- Leuchtdauer max.180 Std.
- ca. 75,00€

Die Mammut Lucio TX1 ist eine Stirnlampe mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Sie findet ihren Einsatz von der Bergtour über technische Bereiche wie Zeltaufbau oder Reparaturen bis hin zur Leselampe fürs eigene Schlafgemach.

Zugegeben erschrickt man beim Auspacken der Stirnlampe etwas, wenn man das Batteriefach sieht, dass am Kopfband angebracht werden muss - komfortabel kann das nicht sein. Der Schein trügt - bereits nach kurzer Zeit bemerkt man das Batteriefach am Kopf praktisch nicht mehr. Mammut Lucio TX1Auch bei sportlichen Aktivitäten wie z.B. beim Joggen stört das Batteriefach nicht. Die Belt Version der Lucido TX1 löst das Thema mit einer kleinen Tasche die über ein langes Kabel mit der Lampe verbunden ist - die Tasche kann dann etwa in der Jogginghose oder in der Seitentasche untergebracht werden. Persönlich jogge ich sehr gerne ohne viel Kram in den Taschen, weswegen für mich die Kopfbandlösung optimal ist. Bei stabilieren Outdoorhosen sollte das Case aber auch nicht stören. Ohne einen praktischen Test hätte ich mich höchstwahrscheinlich für eine andere Lösung entschieden, da man sich von der Kopfbandversion sehr wenig Komfort verspricht, wie gesagt - weit gefehlt. Das Batteriefach ist im übrigen 7cm lang und 5cm breit -> Größenvergleich.

Im Fach selbst finden 3 AA Batterien platz. Es ist zusätzlich mit 3 roten LEDs bestückt, die separat durch längeres Drücken der ON Taste zugeschaltet werden können. Das Rücklicht ist demnach bei der Lucido TX1 gleich mit integriert - optimal! Mammut Lucio TX1

Vorne können 2 Definition LEDs in 2 Stärken aktiviert werden, über den linken Gummiknopf kann das 105m Spot Light eingeschaltet werden.  Um alle LEDs gleichzeitig zu aktivieren muss bei eingeschalteten Dual Licht der Spotlicht Gummiknopf  länger betätigt werden. Der Strahler kann bis zu 180° gedreht werden, so dass er nach unten hin jeden Winkel abdeckt und zu Transportzwecken bei komplett gedrehtem Strahler gut geschützt werden kann.

Apropos Schutz: In der Bedienungsanleitung ist angegeben, dass die Strinlampe wasserdicht ist. Leider wird nicht erwähnt welchem IPX Standard die Lampe gerecht wird. Nach einer Mailanfrage hat mir Mammut Schutz gemäß IPX-6 bestätigt. Die Stirnlampe sollte demnach starkes Strahlwasser, wie z.B. bei Regenschauern, aushalten. Ich bin mit der Stirnlampe 2x bei Regen ca. 10km gejoggt - keine Probleme. Das Batteriefach ist hierzu mit einem Weichgummideckel abgesichert, der Strahler vorne entsprechend dicht verarbeitet. Auf der Rückseite ist der Strahler jedoch teilweise nach innen hin geöffnet, wobei hier nicht direkt die Elektronik sichtbar ist. Eine teilweise gelöcherte goldene Metallplatte schützt den Innenbereich - und sollte gemäß IPX-6 auch wassergeschützt sein. Die Konstruktion erinnert ein wenig an einen Lautsprecher - Audiosignale gibt die Stirnlampe jedoch nicht ab. Mammut Lucio TX1

Dank der Total Reflex Optics Technologie ist die Leuchtleistung wirklich sehr gut. Es wird ein sehr großer Bereich schön hell beleuchtet. Auf der gedämpften Stufe kann die Stirnlampe auch sehr gut als Leselampe verwendet werden. Das Spotlight ist sehr stark und erreicht laut Hersteller max. 105 Meter Reichweite. Die Leuchtdauer ist mit max. 180h angegeben, wobei hier natürlich mit der geringsten Leuchtstärke gemessen wurde. Das Gesamtgewicht von 150g kann ich nicht bestätigen. Meine Waage zeigte incl. der im Lieferumfang erhaltenen Batterien 166g an.

Fazit: Eine Stirnlampe mit vielen Einsatzmöglichkeiten und sehr guten Leistungseigenschaften. Für Outdoorfans vom Biker bis zum Bergsteiger kann ich die Lucido TX1 sehr empfehlen. Wer gelegentlich mal zelten geht, für den reicht evtl. bereits ein kostengünstigeres Modell aus, wobei man hier deutliche Abstriche in Sachen Leistung in Kauf nehmen muss.

Nanga Parbat ab 14.01.2010 in deutschen Kinos

Oktober 21st, 2009 Dave

Mal wieder was für die kalte Winterzeit und hungrige Outdoorherzen :)

Ein Bergsteigerfilm von Reinhold Messner und Joseph Vilsmaier mit tollen Aufnahmen und dramatischem Ausgang rund um Messner’s Schicksalsberg und den Tod seines jüngeren Bruders Günther Messner.

Auf der Homepage gibt es neben weiteren Infos, einige Making of Parts und Karten für die Vorpremiere zu gewinnen. Wünsche viel Erfolg und viel Spass beim Trailer, den ihr wie immer direkt hier im Blog präsentiert bekommt.

Die Brüder Reinhold und Günther Messner setzen sich als Kinder das Ziel, irgendwann den Nanga Parbat, den über 8.000 Meter hohen „nackten Berg“ im Himalaya, zu besteigen. Im Jahre 1970 ist es für die damals 23 und 25 Jahre alten Brüder dann soweit. Unter der Führung des Expeditionsleiters Dr. Karl Maria Herrligkoffer (Karl Markovics) will eine Elite internationaler Bergsteiger den Gipfel erobern. Die Route führt über die legendäre Rupalwand, die höchste Steilwand der Erde. Nach einer Schlechtwetterwarnung entscheidet sich Reinhold (Florian Stetter) den Gipfel alleine zu erreichen. Günther (Andreas Tobias), der weniger Erfahrung besitzt, folgt seinem älteren Bruder. Doch er wird höhenkrank und mit dem Abstieg beginnt der Kampf ums Überleben. Nur Reinhold kehrt lebend ins Tal zurück…

Links:

Offizielle Homepage & Quelle
Reinhold Messner Facts

15.06.08 Antelope Canyons 550m/0:20h

Oktober 14th, 2009 Dave

Antelope Canyon In diesem Tourbericht gehts in den kalten Wintertagen ins warme Arizona im Westen der USA. Bei Page, ein Ort ca. 3,5 Autofahrstunden vom Grand Canyon entfernt, schlägt das Outdoorherz auch nach dem Grand Canyon höher :)

Wer hier kein Hot Spot auslassen möchte, der muss auch hier im voraus planen oder mehrere Tage Aufenthalt “opfern”, da hier Ziele oft nicht ohne Permitt zu besichtigen sind. Neben vielen Wanderstrecken rund um Page, findet man dort The Wave, welches in vielen USA Bilderbänden das Highlight ist. Vor Ort müssen hier 2 Tage Wartezeit für ein Permitt eingeplant werden. Leider war unser Zeitplan hierfür zu eng gestrickt.

Einfacher und sicher nicht viel unspektakulärer gestaltet sich ein Besuch bei den Antelope Canyons, keine 15 Autominuten von Page entfernt. Nicht weit entfernt von der Street #98 und auch nicht zu verfehlen durch die hohen Kraftwerschlote, kommt man zum Upper und zum Lower Antelope Canyon. Der Upper Canyon ist populärer und wegen des Andrangs auf 1 Stunde Besucherzeit begrenzt. Der Lower Canyon hat keine Zeitbegrenzung, wobei sich diese Eigenschaft etwas vernachlässigen lässt, da beide Canyons in 15 - 20 Minuten abgelaufen sind. Außer für ambitionierte Fotografen die am besten Richtung Vormittag bis Mittags wegen des Lichteinfalls anwesend sein sollten, reicht die Stunde demanch dick aus. Wir haben uns für den Lower Canyon entschieden, weil wir generell weniger besuchte Attraktionen bevorzugen :)

Über steile Leitern geht es auf unebenen Boden und teilweise recht engen Stellen durch den atemberaubenden Canyon. Unglaublich was hier die Natur geschaffen hat - die Formen sind wirklich atemberaubend. Denke die Bilder sprechen für sich :) Die kurze Tour ist sehr einfach zu bewandern, weswegen auch Kinder nicht zuhause Antelope Canyon bleiben müssen. Lediglich relativ steile Treppen sind zu bewältigen, eine gewisse “Laufsicherheit” sollte demnach bestehen.  Unten angekommen ist der unebene Boden jeodch kein Problem. Ohne Führung geht es hier, wie auch beim Upper Anteploe Canyon nicht auf Tour.  Von einem (bei uns) sehr unmotivierten Führer wird man in ca. 10 Minuten durch den problemlosen einfachen Weg geleitet. Was sicher erscheint, kann sich jedoch auch schnell als Falle herausstellen - 1997 sind im Lower Canyon 20 Touristen ums Leben gekommen, da sich ein entferntes Gewitter entleert hatte welches eine Flash Flood auslöste. Nach dieser Tragödie wurde ein Notaustieg für den Schlitzcanyon angebracht.

Für uns, definitiv ein Highlight auf unserer USA Reise, welches sich optimal zwischen Grand Canyon und Bryce Canyon bereisen lässt.

Zelten kann man sehr idyllisch am Lake Powell ca. 10mi von Page entfernt - direkt am Strand beim Lone Rock. Antelope Canyon Für 10,00€ kann man völlig wild am Wasser campen, wobei das Motto gilt -> wer zuerst kommt malt zuerst :) wir hatten jedoch genug Auswahlmöglichkeiten was den Zeltplatz angieng. Kalte duschen gibt es weiter oberhalb auch. ACHTUNG: Anfahrt zum Strand der zugleich auch Campingplatz ist, nur mit einem 4WD (Allrad). Durch den feinen tiefen Sand, hat man mit einem 2 Rad Antrieb hier keine Chance. Übrigens auch mal ein Erlebnis mit einem 4WD Jeep richtung Strand zum Campen zu fahren - fühlt sich an wie ständiges Aqauplaning :)

Diese Gegend wird zum Großteil von Indianern bewohnt. Wer Indianerschmuck und/oder diverses Souvenier möchte, der sollte auf der Strecke vom Grand Canyon bis Page zuschlagen. Von Page Richtung Bryce gibt es keinen einzigen Straßenladen mehr. Sehr ärgerlich für uns, da wir uns doch sehr gerne ein kleines echtes handgemachtes Indianersouvenier mitgenommen hätten.