Blog für Outdoor- und Actionhungrige (Facts zu MTB, Boarding, Wassersport, uvm)

24.08.08 - 29.08.08 Aktivurlaub Slowenien

September 3rd, 2008 Dave

Slovenien 2008 Höhepunkt meines Outdoorjahres 2008 sollte ein Aktivurlaub im Triglav Nationalpark und im Soča Tal in Slowenien werden.

Das Gebiet bietet unzählige Möglichkeiten seinen Outdoortrieb exzessiv ausszuleben. :) Trotz 3 Outdoorevents habe ich keine 20km zurückgelegt, dafür aber viel Blut bei Höhenmetern geschwitzt!

Slowenien ist auch ein Motorrad, sprich Biker Mekka. Zahlreiche “Biker Willkommen” Schilder und tolle Passstraßen mit Bergapanorama laden Motorradreisende auf tolle Erlebnisse auf zwei Rädern ein.

Wir haben uns für die Woche die uns zur Verfügung stand schwerpunktmäßig für das malerische Soča Tal entschieden und ließen den Urlaub die letzten Tage an Sloweniens größten Sees Bohinsko Jezero in Bohinj ausklingen.

Das Soča Tal bietet auf dem Fluss Soča optimale und sehr ausgedehnte Möglichkeiten zum Kajak fahren. Das macht sich auch auf den Zeltplätzen rund um die Soča bemerkbar - hier haben Kajak Freaks ganz klar das Zepter in der Hand :)

Ansonsten ist die Gegend auch optimal zum Paragleiten (Weltmeisterschaften haben hier vor 2 Jahren stattgefunden), Klettern, Bergsteigen, Wandern, MTB, etc. geeignet. Von den Zeltplätzen und Übernachtungsmöglickeiten ist es meist nicht sehr weit bis zum Einstieg zu einem tollen Wanderweg oder eine forderne Bergtour. Alles ist sehr gut mit dem Auto erreichbar, die Strecken zum Outdooract lassen sich aber auch ohne weiteres mit dem Bike bewältigen. Aufgrund des Euqipments welches man benötigt und des Zeitvorteils ist das Auto wie immer natürlich das geeigneste Fortbewegungsmittel.

In der Woche die uns zur Verfügung stand waren wir 2x Bergsteigen (+ 1 Hubschrauberflug) und haben eine Raftingtour auf der Soča erlebt. Am letzten Tag war noch eine MTB Tour eingeplant - ich wurde aber leider nach der letzten Bergtour von Fieber heimgesucht und wir mussten den Urlaub abbrechen. Das Thema MTB wird hier dennoch aufgegriffen. Ich habe Infos zu 16 MTB Trails rund um Bovec die ich in einem seperaten Blogbeitrag zur Verfügung stellen werde.

Die erlebten Outdooracts werden sobad sie erstellt sind in sepreraten Blogbeiträgen wie immer detailliert mit Bildern etc. beschrieben und hier im allgemeinen Slowenien Infos Blogbeitrag oben verlinkt. Dieser Beitrag wird sich den gesammelten allgemeinen Informationen widmen. Slovenien 2008

Allgemein zu bereisten Orten und Slovenien generell

Unsere Woche erlebten wir sehr freundlich und relaxt. Die Slowenen sind alle sehr nett und zuvorkommend und es wird alles nicht so sehr genau genommen. An der Kasse werden die restlichen 3 Cent auch gerne mal spendiert wobei diverse Hilfaktionen (siehe Rombon Besteigung) auch aufs Haus gehen.

Bovec gehört zum größten Ort im oberen Soča Tal und bildet das Touristenzentrum dieser Gegend ab. Das ganze hört sich ziemlich überlaufen an, war es zu unserer Reisezeit (letzte Augustwoche) jedoch absolut nicht. Alles sehr angehnehm und keinesfalls überlaufen. Eigentlich reicht es für eine Woche einfach nur in Bovec zu bleiben. Kleinere Orte rundherum lassen sich sehr gut mit dem Auto bereisen und das Sportangebot ist enorm.

Da wir noch was anderes in einer Woche sehen wollten, sind wir die letzten 2 Tage nach Bohinj gereist. Nach Recherchen wird diese Gegend auch von den Einheimischen oft zum “Naturrelaxen” genutzt. Auf dem Weg zum größten See Sloweniens Bohinsko Jezero wird es jedoch immer touristischer. Viele große Hotels (nur auf dem Weg, nicht am See direkt) und Familien prägen das Bild. Da hat uns das ursprüngliche Soča Tal und Bovec besser gefallen. Auch wird hier ordentlich abgezockt - z.B. schlägt die Parkgebühr am Berg (Vodnik) bei Stara Fužina mit 1,00€ pro Stunde zu Buche (1 Tag 8,00€) - wer die Passstraße nach oben fahren möchte zahlt 10,00€.

Generell haben wir Slowenien sehr sauber erlebt. Sehr positiv aufgefallen sind die wirklich sauberen Dixi WC´s an jeden größeren Park- oder Rastplatz.

Verpflegung

Generell sind die Verpflegungskosten recht günstig (außerhalb logischerweise günstiger als zentral) Beispiel Bovec: In einem Restaurant kostet der halbe Liter Bier 2,00€ (etwas außerhalb 1,70€). Feiner Wildgulasch mit selbstgamachten Njokis (so werden die in Slowenien geschrieben - hier wäre mir das auch lieber :) ) bekommt man für 8,50€. Eine 1L Flasche trockenen Chardonnai gibt es bereits für 8,00€. Die Preise sind vom nächstgelegenen Restaurant von Tonis Compingplatz (15 Minuten zu Fuß) genau am Campingplatz Polovnik der genau an der Hauptstraße liegt. Von außen sieht das Restaurant nicht unbedingt vertrauenserweckend aus, aber das Essen war einmalig. Auch unsere Tischnachbarin bestätigte ihre Zufriedenheit mit einem “It was greate!” :) Selbtgemachter Käse mit etwas Brot vorneweg runden die Zufriedenheit ab und speichert Restaurant Pod Lipco für einen weiteren Besuch im positiven Teil unseres Kleinhirns ab :) Empfehlen kann ich auch den Birnen Nachtisch, der sowohl in der Karte als auch auf dem Tisch etwas seltsam aussah - nach dem ersten Biss hat man jedoch alles drumherum vergessen :)

Die Preise in den Supermärkten lassen sich mit unseren vergleichen, liegen zum Teil evtl. etwas darunter.

Kosten für Sportevents

Hier kann man defitntiv sehr weit in die Tasche greifen. Da wir auf low cost Urlaub aus waren, haben wir uns vom Canyoning und weiteren Wasseraktivitäten distanziert. Slovenien 200875,00€ für eine 2 Stunden Canyontour und 45€ für eine 1,5 stündigen Hydrospeed Run erschien uns auch definitiv zu teuer! Wer denkt in Slowenien günstige geführte Trips unternehmen zu können der ist schief gewickelt. Einige Preise (und Links zu Outdoorargenturen in Bovec) könnt ihr in der Linkliste am Ende des Blogbeitrags checken.

Zeltplätze im Soča-Tal
Im Soča-Tal, direkt entlang der Soča gibt es sehr viele Zeltplätze die zum Teil auch direkt an der Soča liegen. Hierbei sollte man vorher auf jeden Fall erstmal checken wie Aktiv der Fluss an der entsprechenden Stelle ist, da bei entsprechender Aktivität auch eine entsprechende Lautstärke herrscht. Das kann defitntiv die Nachtruhe stören.

Am Campingplatz Toni (direkt in Bovec) liegt noch ein weiterer Campingplatz unterhalb von Toni´s direkt an der Soča. Hier wäre es uns definitiv zu laut gewesen. Toni´s ist ein Stück weiter oben und man ist in weniger als einer Minute an der Soča - leise ist der FLuß noch zu hören. Campingplatz Toni (Kajak Kamp TONI, Vodenca 1, 5230 Bovec) ist optimal mit wunderbarem Bergpanorama gelegen und wird zum Großteil von Sportlern “bevölkert” die sehr easydrauf sind. Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Die sanitären Anlagen waren sehr sauber, es gab warmes Wasser auch zum Hände waschen und entsprechende Nachtruhen etc. wurden super eingehalten. Eine Übernachtung kostet pro Person! (nicht etwa pro Zelt) 10,00€ - Wasser & Duschen sind kostenlos. In einem kleinen Büro können auch Rafting Touren & Co. gebucht werden, welche dann auch mit etwas Rabatt abgegolden werden wenn es über Toni geht. Das nächste mal buchen wir jedoch wo anderst da und das Boves Rafting Team nicht unbedingt zugesagt hat (siehe Rafting Blogbeitrag). Es gibt in “Bovec City” Argenturen die die genau die gleichen Preise haben - auch ohne “Toni Rabatt”.

Tonis Camp ist von der Straße aus nicht ausgeschildert. Ihr fahrt die Hauptstraße von Kransjska Gora bis nach Bovec. Kurz nach Bovec zweigt eine Straße links ab - ein wenig geradeaus - dann wieder links - die Straße entlang Richtug Vodenca (es gibt nur 2 Richtungen, also Verfahren unmöglich). Von der Hauptstraße ab seid ihr in 2 Minuten da. Zeltplatz aussuchen und mit allen Pässen zur Anmeldung. Bezahlt wird bei Abreise. Slovenien 2008

In unserer Reisezeit (letzte august Woche) war recht wenig los. In der Hochsaison könnte eine Vorabbuchung sicher keine schlechte Idee sein. Alle Kontaktinfos auf Toni´s Homepage

Ich kann den Campingplatz Toni jedenfalls uneingeschränkt empfehlen. Das Team stand uns auch in einer Notsituation am ersten Outdoortag zur Seite und war sehr nett und verständnisvoll. Einziger zu verschmerzender Nachteil ist, dass der Campingplatz kein Restaurant oder Café hat wo man auch mal ein Radler oder Kaffee trinken kann (nächstes Restaurant siehe weiter oben bei Verpflegung). Einen morgentlichen Brötchenwagen o.Ä. gibt es auch nicht.

Des weiteren haben wir bei unserem Frühstücksplätzchen an der Soča (wir haben immer auswärts in der Natur gefrühstückt) einen weiteren idyllischen Zeltplatz gefunden und wären bei einem längeren Aufenthalt sicher noch für ein paar Tage umgezogen. Der Campingplatz (und Pension) Pension Camping Klin (Kamp Klin, Lepena 1, 5232 Soca) ist optimal an einem ruhigeren Teil der Soča im Trenta-Tal sehr idyllisch gelegen und hat zusätzlich noch ein kleines Restaurant in dem man eine warme Mahlzeit und ein Bier serviert bekommt. Im Vergleich zu Toni ist das Camp doch noch etwas idyllischer gelegen und auch sehr ruhig. Nicht das wir zwingend jeden Abend bei einem Bierchen in einem Restaurant sitzen müssen, man ist aber doch mal froh nach einem anstrengendem Tag eine anständige Mahlzeit zu bekommen und ein kühles Bier in der Abendsonne genießen zu können. Slovenien 2008 Des weiteren hat man hier auch die Möglichkeit um die Ecke eine Stelle zum Chillen zu finden wo man sich auch mal einen Tag entspannen kann. Diese nächstgelegen tolle Badestelle (siehe Bild #1) (sehr kalt +/- 11°) ist sonst von Bovec 10 km entfernt - von hier ab kann man 5 Minuten laufen.

Camping Klin findet ihr 10km von Bovec entfernt im Trenta-Tal. Einfach von Bovec aus zurück Richtung Kranjska Gora und Vršič. An der Abzweigung Richtug Reitzentrum Pristava 180° Kurve nehmen und über die Brücke fahren. Von hier aus sieht man bereits die tolle Badestelle rechts von der Brücke. Ihr lasst den Parkplatz (der für die Badestelle gedacht ist) rechts liegen und fahrt immer geradeaus bis ihr automatisch auf den Zeltplatz stößt. Übernachtung Stand August 2008 10,50€ pro Person.

Die letzten Tage gings zum Bohinsko Jezero. Der einzige Campingplatz direkt am See Camp Zlatorog ist ein von Wurzeln übersähter Zeltplatz mit entsprechend vielen Bäumen. Der einzige Vorteil liegt im vielen Schatten, ansonsten hat man Probleme sein Zelt zu positionieren da es überall verwurzelt und sehr hart und steinig ist. Unsere Heringe haben wir jedenfalls nicht in den Boden bekommen, bzw. nur sehr flach - ohne fixieren mit einem Stein wären die am nächsten Morgen wieder drausen gewesen. Die hygienischen Anlagen waren im Vergleich zu Tonis in Bovec relativ unhygienisch. Man ist oft auf Haare in den sanitären Anlagen gestoßen und sehr gepflegt sah es hier leider nicht aus. Außerdem gab es zum Hände waschen nur kaltes Wasser.

Der Zeltplatz ist relativ groß und hat ein “überdachtes open air” Restaurant in dem am Morgen Brot etc. für´s Frühstück verkauft wird. Slovenien 2008Ansonsten sind sehr viele Familien anzutreffen (eigentlich nur) und auch viele mit Wohnwagen und allem drum und dran. Die Preise sind je nach Lage in Zonen gestaffelt. Ein eingermaßen guter Platz kostete knapp 14,00€ - ein wirklich toller Platz wird mit sage und schreibe 47€!!! berechnet! Die Angestellte findet diesen Preis nach eigener Aussage selbst auch viel zu hoch und hat und den 47€ Premium Platz für 14€ spendiert - dankeschön :) (Die Preise haben übrigens nichts mit den Preisen auf der Homepage zu tun - vor Ort wurde was völlig anderes angegeben). Die Aussicht war wirklich klasse (siehe Bild #6)- das ist aber auch das einzige was wir diesem Zeltplatz abgewinnen konnten. Im Soča Tal haben wir und definitiv wohler gefühlt - und das nicht nur weil unser Fokus im Thema Sport lag.

Jedenmfalls kann ich sagen: Slowenien ich komme wieder! Vor allem habe ich mit den Julischen Alpen noch was offen…

Nützliche Slowenien Links:

Offizielle Bovec Homepage
Slowenien Wiki
Slowenia Info

Avantura Outdoorteam Bovec
Adventure Center Bovec
Top Extreme Bovec
X Point Bovec Outdoor
Bovec Rafting Team
MTB Park Kanin

Campingplatz Toni in Bovec
Camp Zlatorog in Bohinj

Reisebericht (EX): Mit dem Rad am Rhein von Andermatt bis nach Neuss

August 23rd, 2008 Dave

Rheintour08 Google Earth Track

Wie im Blog Update angekündigt freue ich mich euch den ersten “externen” Reisebericht vorstellen stellen zu können. Sven, ein alter Adminkollege von cncforen.de hat mir seinen Reisebericht über seine 7 Tage Bike Reise am Rhein von Andermatt bis nach Neuss zur Verfügung gestellt. Klasse Sache - Danke an dieser Stelle :)

Der Text und die Bilder wurden komplett von Sven zur Verfügung gestellt. Ich habe das Layout für meine Seite entsprechend angepasst, die Locations (Google Earth) und Hotels verlinkt und jeweils 3 Bilder entsprechend den Etappen eingefügt (Link zur kompletten Gallerie weiter unten). Der Google Earth Track den ihr euch downloaden könnt ist ein Abriss der Etappenziele und kein GPS Track! Der Track dient lediglich zur Darstellung wo Sven die 7 Tage unterwegs war…

Anbei noch der Link zur gesamten Bildergallerie von Sven…

Viel Spass bei Lesen :)

……………………………………………………………………………………………………………………………………….

Vor der Reise

Im August vor 15 Jahren (1995) habe ich mich spontan entschlossen innerhalb eines Jahres den kompletten Verlauf des Rheins einmal abzufahren. Dazu hatte ich, damals Schüler der Fachschule für Technik in Mönchengladbach, in den Osterferien des Jahres eine Tour von Neuss nach Rotterdam und im Sommer dann die ‘große Tour’ von Andermatt über den Oberalppass nach Neuss gemacht. Damals, 15 Jahre jünger, habe ich diese ‘große Tour’ in 7 1/2 Tagen hinter mich gebracht. Das auf Basis des ADAC Straßenatlas aus dem ich mir die für mich relevanten Abschnitte als einzelne Blätter mitgenommen hatte. An einen durchgehenden Radweg entlang des Rheins war damals noch nicht zu denken.

Nun, 15 Jahre nach dieser Tour, beschloss ich relativ spontan den großen Abschnitt, von Andermatt bis nach Neuss, erneut unter die Räder zu nehmen und meldete dafür meinen Urlaub an.

Zunächst war geplant mit der Deutschen Bahn von Neuss nach Basel SBB und dann von dort mit der SBB nach Andermatt zu fahren.
Also orderte ich am 17.07.08 meine Fahrkarten online auf der Website der DB - und kreuzte dort natürlich ‘Fahrradmitnahme’ an und schrieb in den Kommentar für besondere Wünsche, dass die DB doch bitte für den EC103 von Düsseldorf nach Basel eine Reservierung für mein Rad vornehmen solle.

Als nach 5 Werktagen immer noch keine Tickets in meinem Briefkasten lagen rief ich die zuständige Hotline an. Man faselte etwas von einer misratenen Preiseinstellung im Internet und man würde mir schnellstmöglich einen neuen Preisvorschlag per Email zukommen lassen (auf meine Frage zur möglichen Differenz wurden mir max. 10 € genannt). Statt einer solchen Email hatte ich 2 Tage später die Fahrkarte und sämtliche Sitzplatzreservierungen im Briefkasten - aber ohne die Reservierung für das Fahrrad. Auf einen erneuten Anruf hin teilte man mir lapidar mit, dass eine Reservierung für Fahrräder online nicht möglich sei (bemerkenswerterweise wurde kurz darauf diese Option in das Onlineangebot der DB eingebaut) und man verwies mich auf die Reservierungshotline für Fahrräder. Dort wurde mir nur mitgeteilt, dass für den in Frage kommenden Zug, und auch für die Verbindungen davor und danach, sämtliche Mitnahmemöglichkeiten ausgebucht seien, ich möge mein Glück doch bei Hermes-Kuerierdienst versuchen. Rheintour08

Nach Recherche ergab sich, dass ein Transport via Hermes insgesamt ca. 45 € kosten würde und ich zuvor etwa 1 Woche auf mein Rad verzichten müsse.
Abgewogen fand ich heraus, dass mich ein Mietwagen für die Fahrt bis Lörrach inkl. Sprit und dem weiteren Bahntransport mit der SBB in etwa das gleiche kosten würde wie die zusammengezählten Kosten per DB/Hermes/SBB - und da ich nach der Erfahrung mit der DB keinerlei Bedürfnis verspürte denen noch Geld in den Rachen zu werfen entschied ich mich für diese Variante.

Vorbereitung und Planung

Dank der 3 Bände des Bikeline-Reiseführers ‘Der Rheinradweg’ konnte ich, anders als vor 15 Jahren, davon ausgehen einen durchweg vorhandenen Radweg entlang des Rheins vorzufinden. Als Gepäck nahm ich die notwendigste Ausrüstung in Form von 3 Hosen und 3 Trikots für die Fahrt und einer Jeans sowie 3 T-Shirts für die Abende (und natürlich Unterwäsche und - sehr wichtig, Socken für jeden Tag der Tour) - mit. Nicht fehlen durften zudem Regenbekleidung, eine Schirmmütze und der Helm. Waschzeug, ein kleines Handtuch, Vaseline für die Radlerhose, Sonnenmilch und eine Tube Bepanthen gehörten ebenso zur Ausrüstung wie Notfallwerkzeug und ein Ersatzschlauch.
Übernachtungen waren diesmal, im Gegensatz zur vorherigen Tour, ausschließlich in Pensionen, Privatzimmern und Hotels geplant.

Anfahrt

Am Morgen des 09.08.08 nahm ich meinen Mietwagen, einen Ford Focus Turnier in Empfang, fuhr diesen in meine Tiefgarage und belud ihn mit Rad und Gepäck. Auf ging es in Richtung Lörrach wo ich, abgesehen von einem kleinen Stau am Übergang von der A6 auf die A5 auch problemlos ankam. Nun, nach Rückgabe des Autos, per Rad zum Bahnhof Basel SBB wo ich dann zunächst den Zug nach Göschenen bestieg um dann auf die St. Gotthard-Matterhorn-Bahn umzusteigen. Den ersten Aufenthalt hatte ich zuvor per Email in den Privatzimmer-Räumlichkeiten des Hotels ‘Zum Bären’ in Andermatt klar gemacht.

In Andermatt kam ich, nach etwa 3 Stunden mit dem Zug, relativ spät abends an, bezog mein Zimmer und musste feststellen, dass die Küche leider schon geschlossen war und ich nichts mehr zu Essen bekam. Naja, egal, so viel Hunger hatte ich auch nicht und war nach der langen Anreise auch einigermaßen müde. Noch 3 Bierchen und ab ins Bett um für den Beginn der Tour am nächsten Morgen gerüstet zu sein.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

1. Etappe: Andermatt - Bad Ragaz (118km)

Aufstehen um 8:15 Uhr - mit einem Bärenhunger. Eigentlich hatte ich ja vor den Oberalppass per Rad zu erklimmen, nach ca. 3km musste ich mir, als altem Flachlandradler aber eingestehen, dass meine Ansprüche zu hoch angesetzt waren. Kurzum: Ich rollte wieder nach Andermatt zurück und bestieg samt Rad den Zug der mich dann nach oben brachte.

Dort angekommen ging es dann aber wirklich los. Zunächst eine rasante Abfahrt bis nach Ilanz, dort auf der rechten Rheinseite dann weiter an der Rheinschlucht vorbei in Richtung Chur (den langwierigen Anstieg nach Flims wollte ich mir ersparen) wobei ich mich in recht wechselhaft hügeligem Gebiet noch den ein oder anderen Anstieg heraufkämpfte. Glücklicherweise hat ja selbst der kleinste Ort in der Schweiz einen Dorfbrunnen aus dem, gerade in den Bergen, immer sehr erfischend kühles Quellwasser fließt. So konnte ich meine Trinkflasche immer mal wieder nach Bedarf nachfüllen.

Neben beeindruckenden Panoramen waren auch die einzelnen Dörfer auf meinem Weg nett anzusehen.
Chur erreichte ich dann am späten Nachmittag, gegen 17:00 Uhr und nutzte die Gelegenheit, nach 90km Fahrt, für eine kleine Pause mit einem leckeren Bier. Ein weiteres Bier gab es dann noch während einer kurzen Rast auf halbem Weg nach Bad Ragaz in Mastrils. Ach so, ehe ich es vergesse. Ich hatte die komplette Strecke nur Gegenwind - dennoch ein Schnitt von 22,7km/h
Danach ging es noch etwa 15km weiter bis ich gegen 19:00 Uhr Bad Ragaz erreichte und mich dort nach einer Unterkunft für die Nacht umsah. Die war auch schnell gefunden, im Hotel ‘Bergadler’ kam ich für kleines Geld zur wohlverdienten Ruhe. Nach einem köstlichen Hähnchenschenkel auf Reis mit Salat war dann der Tag für mich auch schnell gegessen und ich schlummerte schnell ein.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

2. Etappe: Bad Ragaz - Romanshorn (115km)

Wiederum am frühen Morgen, 8:15 Uhr sollte meine Regel werden, aufgestanden, gefrühstückt und weiter ging’s. Diesmal, wie nicht anders zu erwarten, war die komplette Etappe steigungsfrei und bis zum Bodensee war auch der Radweg eine wahre Freude. Zwischendurch machte ich einen kurzen Abstecher nach Liechtenstein, genauer in das dortige Örtchen Schaan. Zum Hintergrund sollte man wissen, dass ein paar gute Freunde hier im Rhein-Kreis-Neuss in einem kleinen Dorf namens Schaan leben und mich baten doch ein paar Fotos vom Liechtensteiner Schaan zu machen - was ich natürlich auch erledigte.

Ab dem Bodensee dann, zwischen Fußach und Rorschach, wurden die Radwege in ihrer Qualität zum Teil deutlich schlechter und auch die Strecke, die sonst immer direkt am Rhein entlangführte, zog sich nun kurvenreich durch die südliche Umgebung des Sees, streifte mal Teile des Sees oder führte in alte Ausläufer des Rheins.
Kurz nach Rorschach kam dann der erste Regen meiner Tour. Zunächst noch leicht tröpfelnd wurde es immer stärker und, gerade als es so richtig los ging, stand da plötzlich an einem Kiosk der zu einem Campingplatz gehörte ein Schild mit der Aufschrift ‘Gönn dir mal eine Pause’. Nie kam mir das gelegener als zu diesem Zeitpunkt. Kaum hatte ich mein Gepäck vom Rad ins Trockene gebracht, brach das Gewitter mit aller Kraft los. Ich half dann noch der Bedienung die draussen aufgestellten Sonnenschirme zu sichern und verbrachte dann die nächste Stunde damit darauf zu warten, dass der Regen wieder aufhörte. Als es so weit war traute ich mich dann noch die letzten ca. 15km bis in den nächsten Ort, Romanshorn, zu fahren und kam auch einigermaßen trocken dort an. Nach kurzer Verwirrung und Anfrage an mehrere Passanten fand ich dann auch meinen Weg zu dem von mir auserkorenen Privatzimmer für die Nacht. Nochmal kurz in den Ort herunter um mir dort ordentlich Kohlenhydrate in Form von Tortellini Bolognese einzuschaufeln und dann, total erschöpft und mit brennenden Beinen, ab ins Bett.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

3. Etappe: Romanshorn - Schaffhausen (60km + 20km)

Morgens, wie mittlerweile üblich gegen 8:45, nach dem Frühstück wieder auf das Rad und losgestrampelt. Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes doch zunächst blieb es trocken. Bis nach Stein am Rhein kam ich nach etwa 60km, dort wollte ich mich dann, wie ich das am frühen Nachmittag, so gegen 13:30 - 14:30 Uhr nun immer machte, in einem Supermakrt mit ein paar Müsliriegeln, einer Flasche Trinkjoghurt und etwas Obst eindecken um ein leichtes Mittagessen zu mir zu nehmen. Als ich den Laden betrat war es noch trocken und ich dachte schon darüber nach auf welcher Rheinseite ich denn nun weiterfahren sollte. Als ich wieder herauskam goss es wie aus Eimern. Also setzte ich mich, durch ein Betonvordach geschützt, auf eine Stange und futterte erstmal. nach mehr als einer Stunde hatte der Regen kein Stück nachgelassen und es sah in Richtung Westen auch nicht so aus als ob sich das in absehbarer Zeit ändern würde. Also fasste ich den Entschluss zunächst mal dem schlechten Wetter etwa 20km mit dem Zug entgegen zu fahren - nach Schaffhausen. Gesagt, getan - doch von Wetterbesserung keine Spur. In Schaffhausen setzte ich mich dann erstmal in eine Kneipe und trank erst eines, dann zwei und dann noch mehr Biere - der Regen hörte einfach nicht auf. Zwischendurch, als ich einsehen musste, dass an eine Weiterfahrt an diesem Tag nicht zu denken war, hatte ich mich dann noch in Schaffhausen in einem Hotel einquartiert und verbrachte folglich die Nacht auch dort.

Immerhin, durch die relativ kurze Etappe kam ich wieder zu Kräften und konnte am nächsten Morgen meine Fahrt mit umso mehr Elan fortsetzen.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

4. Etappe: Schaffhausen - Grenzach-Whylen (120km)

Der Regen des Tages und der Nacht hatte es deutlich abkühlen lassen und ich musste bei immer noch starker Bewölkung einiges Strampeln um auf Betriebstemperatur zu kommen. Ich hatte mich für die nördliche Rheinseite entschieden und mein Weg führte mich, teilweise abseits des Rheins, durch kleine, schöne Dörfer und so berühmte Städte wie Laufenburg und Bad Säckingen. In Höhe von Waldshut sprang mir zwischendurch ein Schíld an einem Minigolf-Kiosk in die Augen auf dem sich ein kühles Weizen für schlappe 2,30€ anbot von mir getrunken zu werden. Dies tat ich, in Verbindung mit einem Cheeseburger dann auch. Bedingt durch leichten Rückenwind - dem ersten der gesamten Strecke bisher - hatte ich, als ich gegen 16:00 Bad Säckingen erreichte, bereits 75km hinter mir und gönnte mir dann erstmal eine längere Pause - auch wenn ich mich noch ziemlich frisch fühlte. Mittlerweile war auch die Sonne wieder herausgekommen und ich genoss das Sitzen in einem Straßencafe dort.

Nach etwa 1 1/2 Stunden setzte ich mich dann wieder in Bewegung und fuhr in Richtung Basel weiter. Da ich vermutete in Basel kein günstiges Zimmer zu bekommen hatte ich mich dazu entschlossen berteits ein paar Kilometer früher, in Grenzach-Whylen, Station zu machen was sich leider als keine besonders gute Idee erwies. Nicht nur, dass die beiden Orte, Grenzach und Whylen, von der Chemieindustrie beherrscht werden, nein auch das allgemeine Ambiente ist nicht wirklich dazu geeignet sich dort wohlzufühlen. In Whylen fand ich gar keine Unterkunft - die einzige die es gegeben hätte war deutlich zu teuer - und in Grenzach machte ich dann Station im Hotel Adler, über einem Chinarestaurant gelegen und auch von deren Inhabern betrieben. Das Zimmer war eine einzige Katastrophe! Das Bett total durchgelegen - ich bekam schon vom Anblick Rückenschmerzen, außer der Hauptbeleuchtung funktionierte keine Lampe, die Toilettenspülung lief die ganze Zeit durch und es war, da direkt an der Hauptstrasse gelegen, mörderisch laut. Ich hatte zuerst überlegt zu versuchen im Nachhinein den Preis zu drücken - 45€ fand ich für das Gebotene total überteuert. Aber ich habe darauf verzichtet und verreisse das Hotel lieber jetzt in meinem Bericht hier. Radfahrer kommst du nach Grenzach-Whylen: Mach einen großen Bogen darum herum oder fahr einfach durch. Steige auf keinen Fall im Hotel ‘Adler’ ab!.

Immerhin entschädigte mich die riesige Pizza beim Italiener gegenüber des Hotels ein wenig und um dem Lärm während der Nacht einigermaßen entgegen zu wirken hatte ich mir vorher im Supermarkt des Ortes noch schnell eine Flasche Rotwein gekauft die ich dann beim Fernsehen im Hotelzimmer leerte.

Total kaputt habe ich dann so das beste aus der Situation gemacht….

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

5. Etappe: Grenzach-Whylen - Rheinhausen (120km)

Wieder um die übliche Zeit aus den Federn und gefrühstückt. Dann nichts wie weg aus dem Ort und auf in Richtung Basel. Das war schnell erreicht aber dann gab es leichte Verwirrung. So gut die Strecke auch bis jetzt ausgeschildert war - in Basel verlor ich mich ein wenig und hatte ordentlich zu tun um wider auf den richtigen Weg zu kommen. Ich hatte mir vorgenommen auf der französischen Seite zu fahren weil dort, laut meinem Radtourenbuch, die Wege durchgehend asphaltiert sind. Endlich auf dem richtigen Weg ging es dann auch über Huninque durch den Harther Wald in Richtung Neuf-Brisach. Allerdings verfuhr ich mich gleich wieder da ich wohl einmal die Beschilderung übersehen hatte und blindlings einem Mountainbiker gefolgt bin von dem ich vermutete, dass er die gleiche Strecke fahren würde. Tat er aber nicht… Aber ich kam dann mit ihm ins Gespräch und er war so freundlich mich, da er sich in der Gegend auskannte, wieder auf die Strecke zu begleiten. Einmal im Harther Wald angekommen ging es dann auch wieder flüssig und ohne Probleme weiter und gegen 16:00, die alte Festungsstadt Neuf-Brisach lag bereits hinter mir, hatte ich schon 100km auf dem Tacho. Bei Marckolsheim verließ ich dann die französische Seite und fuhr über die dortige Rheinbrücke nach Deutschland herüber. Grund dafür war übrigens hauptsächlich, dass die kleinen französischen Dörfer anscheinend allesamt ohne Kneipe auskommen und in den größeren Orten im August alles ‘Ferme’, ‘Geschlossen’, ‘Im Urlaub’ zu sein scheint.

Nach weiteren 20km machte ich dann in Rheinhausen, ganz in der Nähe des Europaparks Rust, Station für die Nacht. In einem aberwitzig günstigen Gasthof namens ‘Schiff’ kam ich unter, für schlappe 21€ inkl. Frühstück. Neben der Tatsache nun wieder ein Bett zu haben das diese Bezeichnung auch verdient war der übrige Eindruck durchweg positiv. So war die Gaststätte, ganz im Zeichen ihres Namens, im Inneren tatsächlich wie ein Schiff eingerichtet, mit Bullaugen statt Fenstern, einer Theke die einen Mast mit gerefftem Segel umschloss und allerlei Sachen wie Fischernetzen, Resuen und sonstigem Kram darum drapiert. Ich kam dort mit einigen Ortsansässigen ins gespräch und beim ein oder anderen Bier erzählte ich von meiner Reise. Zudem war man dort noch so nett mir mit einer Dose WD40 für meine langsam zu quietschen beginnende Kette auszuhelfen. Zwar schmiert man seine Kette nicht mit so einem Mittelchen - aber ich konnte es dann doch nicht ablehnen und immerhin hielt der dünne Saft dann sogar noch 2 Tage durch. Das einzige was mir an diesem Abend etwas fehlte war ein Fernseher - immerhin sah das Wetter nicht wirklich stabil aus und ein Wetterbericht hätte mir wohl ziemlich geholfen. Der, der aus dem Radio drang war als solcher leider nicht zu gebrauchen.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

6. Etappe: Rheinhausen - Drusenheim (105km)

In der Nacht hatte es geregnet und es war wieder recht kühl geworden. Nach dem Frühstück wollte ich im Rheinhausener Ortsteil Niederhausen zurück auf den Rheindamm und folgte dem Weg der dorthin führen sollte. Leider tauchte kurz vor dessen Erreichen ein Zaun auf dem Weg auf auf dem ein ‘Durchfahrt verboten’ Schild prangte auf dem zu allem Überfluss noch geschrieben stand: ‘Weiterfahrt verboten - Lebensgefahr!’. Nun befand ich mich dort mitten im Rheinauer Wald der von sehr vielen kleinen geschotterten Wegen durchzogen ist. Meine Versuche abseits des eigentlichen Weges zum Rheindamm zu gelangen erwiesen sich als aussichtslos und ich fuhr ca 15km komplett umsonst durch die Gegend bis ich auf einen VW-Bus traf dessen Fahrer, auf meine Frage nach dem rechten Weg, mir bedeutete es sei das Vernünftigste zurück auf die Landstrasse zurückzukehren und über diese bis zur Fähre nach Kappel zu fahren. Das bedeutete wieder einen Umweg - zumal ich nun Rheinhausen auf dem gleichen Weg wie am Abend zuvor durchquerte. Mittlerweile fiel auch wieder leichter Regen der dann und wann auch wieder aussetzte - mich aber während der ersten Hälfte des Abschnittes ständig begleitete. Bis nach Kehl, das eigentlich nur ca. 50km entfernt lag, hatte ich so bereits 70km auf dem Tacho stehen und entschloss mich dann, da ich auf dem Rheindamm beständig über Schotter fuhr, mal grob, mal etwas feiner, wieder auf die französische Seite, nach Strasbourg, zu wechseln.
Und wie das immer in den großen Städten ist, verfranste ich mich erneut und musste mich bis Robertsau einige Male durchfragen. Plötzlich tauchte vor mir ein kleines Häuschen mit Gartenwirtschaft auf - und ich gönnte mir erstmal das erste Bier des Tages. Während ich ein paar Fotos machte stellte ich dann plötzlich fest, dass das Schild das ich die ganze Zeit gesucht hatte direkt neben dem Häuschen stand - ich war wieder auf der Stecke angekommen! Nun fuhr ich noch weiter durch das Elsass bis nach Drusenheim wo ich in einem kleinen Hotel unterkam. Allerdings hatte das zugehörige Restaurant geschlossen - ergo musste ich mein Abendessen ein paar Meter weiter einnehmen und bekam einen herrlichen Flammkuchen mit Knoblauch. In der Kneipe nebenan sah ich mir dann noch das Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2008/2009 an und ging dann schlafen.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

7. Etappe: Drusenheim - Altrip (135km)

Weiter auf der linken Rheinseite ging es dann von Frankreich nach Deutschland hinein nach Karlsruhe Maximiliansau und weiter in Richtung Wörth am Rhein. Der Abschnitt zwischen den genannten ist dabei nicht unbedingt eine reine Freude, es geht durch viel Industrie und auch die Wegführung ist erneut verwirrend. Mit Hilfe zweier älterer Radler kam ich dann aber gut weiter und setzte meinen Weg bei herrlichem Wetter in Richtung Ludwigshafen fort. Durchgehend auf oder neben dem Hochwasserdeich war die Strecke gut und angenehm zu fahren - nur vom Rhein sah man leider nur recht wenig weil der Deich meist zwischen Radweg und Fluss lag. Außerdem galt es einige Kieswerke und Rheinausläufer bzw. Auenseen zu umfahren was die Angelegenheit recht kurvig werden ließ. Dennoch kam ich sehr gut voran und kehrte erst bei Leimersheim zum Mittagessen ein. Dort liegt, etwa 200m abseits der Route ein wirklich netter Biergarten der von Griechen bewirtschaftet wird und wo es neben dem obligatorischen Weizen einen sehr leckeren Thunfischsalat gab.

So gestärkt ging es dann weiter durch Speyer und bis nach Altrip, weiter entlang des Hochwasserdamms und auf sehr guten Radwegen. In Altrip, etwa 15km vor Ludwigshafen, angekommen hatte ich vor in einer der beiden Pensionen eine Unterkunft zu finden nur waren blöderweise beide komplett ausgebucht. Netterweise war mir dann aber die Wirtin der zweiten Pension behilflich und telefonierte für mich ein wenig herum. Dabei stellte sich heraus, dass es in Ludigshafen keine günstigen Unterkünfte gab - dafür aber in einem Hotel in de Nähe von Altrip, dem ‘Strandhotel Darnstein’ wo ich für 45€ unterkam. Außerdem hatte ich auch noch mächtiges Glück denn eigentlich war, da am Abend dort gleich zwei Hochzeiten stattfanden, dort geschlossene Gesellschaft. So fühlte ich mich denn auch während des Abendessens ein wenig fehl am Platze und zog mich früh auf mein Zimmer zurück. Dort studierte ich noch ein wenig die Karten und ebntschloss mich auf Grund der wenig erbaulich erscheinenden Wegführung dazu, von Ludwigshafen bis Mainz mit dem Zug zu fahren.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

8. Etappe: Altrip - St. Goar (75km + 80km)

Morgens also zunächst mit dem Rad die 15km bis Ludwigshafen zurückgelegt und ich merkte schon, dass es meinem Hintern nicht gerade gut ging. Zwar hatte ich schon zuvor damit begonnen ihn während der Nächte mit Bepanthen zu behandeln aber es half nicht wirklich. In Ludwigshafen also zum Hauptbahnhof (Hauptbahnhof? Das sind gerade mal 2 Gleise…) und dann mit dem Zug über Alzey nach Mainz. Während der Zugfahrt telefonierte ich dann mit einem Bekannten um mich bei Eltville mit ihm zu treffen, das hatten wir vorher so ausgemacht. In Mainz angekommen stieg ich dann wieder aufs Rad und überquerte den Rhein in Richtung Wiesbaden. Weiter ging es auf der rechten Seite dann durch schöne Weinorte und dann wieder direkt an den Rhein wo das Treffen stattfand. Wir tranken ein Bier zusammen, aßen etwas und tranken dann noch ein Bier bevor wir uns wieder voneinander verabschiedeten. Bis Rüdesheim ging es dann auf extrem schottrigen, schlecht zu fahrenden Wegen weiter in Richtung Norden - was meinem Hinterteil wohl weiteren Schaden zufügte - und dann setzte ich mit der Fähre nach Bingen über. Hier wurden die Wege dann zwar zunächst besser - aber dafür behinderten Unmengen von Touristen das fortkommen. Meine Laune sank und der Hintern schmerzte so stark, dass die weitere Fahrt zur Qual geriet.

Während einer weiteren Pause wägte ich ab ob ich meinen Weg bis zum eigentlich geplanten Etappenziel, Koblenz, fortsetzen sollte oder ob ich abbrechen würde. Mehr und mehr erschien mir der Abbruch als sinnvoll und nachdem die Wegqualität nun auch wieder nachließ entschloss ich mich tatsächlich dazu in Sankt Goar die Reise für diesmal zu beenden.

Rheintour08 Rheintour08 Rheintour08

Die restlichen zwei Etappen werde ich dann an einem schönen Wochenende im Spätsommer oder Herbst nachholen….

Murgtal Wanderung (Forbach) 18.08.08 7,2km/3,5h

August 19th, 2008 Dave

Murgtal Wanderung GPS-Track

Rund um Forbach kann man so einiges erleben. Die Badener Höhe, Latschigfelsen, Westweg Trails, etc… Dieses mal sollte es eine Murgtal Wanderung werden.

Rund ums Murgtal gibt es offizielle vom Schwarzwaldverein beschilderte Wanderwege incl. Sehenswürdigkeiten etc. (siehe unten). Leider führen diese Wanderwege nicht direkt an der Murg entlang - und genau das hatten wir vor. Wir wollten Wasser und Murg - nicht Wanderwege und Wald. Also machten wir uns auf in Eigenregie die Murg zu erkunden…

In Forbach angekommen haben wir das Auto am Bahnhof Forbach abgestellt (besser: mit dem Auto links der Murg entlang bis ans Ende der Straße -> dort parken). Von dort aus ging es zu Fuß an der historischen Forbacher Holzbrücke vorbei richtung Einstieg. Ca. 1 km nach den Parkplatz findet man rechts am Weg einen Trampelpfad der direkt zur Murg führt. Einheimische benutzen diese Stellen zum Baden und den Spuren nach zu urteilen wohl auch für das ein oder andere Lagerfeuergelage. Mit recht! Diese Stellen die man gelegentlich entlang der Murg entdeckt laden zum idyllischen chillen und abkühlen ein. Das wild Campen entlang der Murg ist leider verboten (wo ist das schon erlaubt) - auch wird man durch Schilder stetig vor rasantem Anstieg der Murg beim plötzlich eintretendem Regen gewarnt - also Vorsicht!

Die Murg eignet sich durch die großen Stiene und Felsen optimal für eine Flusswanderung. Der Wasserstand kann man gleich beim eintreffen in Forbach checken oder vorweg in der Touristeninfo (Tel: 07225 - 98131-20). Ich habe die Murg selbst nie wirklich hoch gesehen, was aber nicht heißen soll, dass diese nach einem entsprechenden Regenschauer nicht sehr stark ansteigen kann und entsprechende Kräfte entwickelt.

Seitlich der Murg findet man ab und an diverse Wanderwegchen die einem das Vorwärtskommen erleichtern. “Leider” sind diese Wege alles andere als durchgehend. Das Springen von Stein zu Stein und einige schuhlose Flussüberquerungen durch das kühle Nass bleiben nicht aus - aber genau das wollen wir ja :) Murgtal Wanderung

Da wir unter der Woche gewandert sind hatten wir keine Hand voll Leute an der Murg angetroffen. Wer sich mal einen Tag Urlaub nimmt und in der Natur mit etwas Abenteuer abschalten möchte der ist hier genau richtig aufgehoben. Die Murg besticht durch tolle Fluss- Stein- Waldspiele und führt ein klares Grüngewässer welches gerne zum planschen einlädt. Leider führt genau an der Murg die 462 entlang weswegen man ab und an doch mal was vorbei fahren hört - keine völlige Abgeschiedenheit also. Dies ist aber eher die Ausnahme als die Regel.

Nach ca. 3,5 Std. suchten wir nach einer Ausstiegsstelle des Murg Turns in Form von einer Badestelle mit Zugaang vom parallelen Fahrradweg. Nach ca. 30 Minuten vergeblicher Suche sind wir letztendlich quer Beet eingekhert und sind mit einer kleinen Klettereinlage auf dem Fahrradweg gelandet der uns zurück nach Forbach gebracht hat.

Das nächste mal werden wir die Murg von der Ausstiegsstelle flussaufwärts weiter bewandern. Mal schauen welche Überraschungen uns richtung Raumünzach erwarten :)

Wer seine Schuhe an behalten möchte und Klettereinlagen durch Brennesseln & Co. weitgehenst vermeiden möchte, der sollte sich für eine der 3 offiziellen Wanderwege im Mugtal entscheiden (gut ausgeschildert ab Bahnhof Forbach):

Nach Bermersbach und zurück - 6,9km, 197HM
Bahnhof Forbach - Klingenbach - Giersteine - Bermersbach - Alter Sportplatz - Jugendherberge - Klingenbach - Mosesbrunnen - Holzbrücke - Bahnhof Forbach

Zur Schwarzenbachtalsperre - 14,6km, 457HM
Bahnhof Forbach - Holzbrücke - Mosesbrunnen - MArienkapelle - Lindenhalde - Wasserschloss - Schneiderkopfsattel - Schwarzenbachmauer - Stauseeufer - Wegscheid - Marienkapelle - Mosesbrunnen - Holzbrücke - Bahnhof Forbach

Über die alte Weinstraße 18,9km, 692HM
Bahnhof Forbach - Holzbrücke - Sasbach - St. Anton - Toter Mann - Prinzenhütte - Latschigfelsen - Gausbach Festhalle - Schulstraße - Bahnhof Forbach

Nützliche Links:

www.schwarzwaldverein.de
www.murgtal.org
Murg Wiki

Allen Wanderen viel Spass :)

Blog Updates…

Juli 28th, 2008 Dave

Das 2.6er Update meines Blogs ist einwandfrei verlaufen. Die meisten Änderungen spielen sich jedoch im administrativen Bereich ab. Konfortabler gestaltet sich jetzt das Erstellen von Themen und weiteren diversen Features im administrativen Bereich.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und einige PlugIns gleich mit aktualisiert und aktiviert. Ab jetzt werden die Bildergallerien direkt im Blogbeitrag einsehbar sein. Ihr könnt nach Textende durch die Bilder scrollen und durch Klick das gewünschte Bild vergrößern und/oder gleich eine musikuntermalte (abschaltbar) Slideshow starten :)

Ich verspreche mir durch die neue Galleriefunktion am Ende des Topics ein bessere Struktur/Übersicht meines gesamten Blogs. Die einzelnen Beiträge waren schon oft ziemlich zugepflastert.

Das vollbrachte Werk könnt ihr genau unter diesem Beitrag betrachten :)

Zukünftige Pix werden so oft es geht mit meiner neuen digitalen Spiegelreflexkamera erstellt - Qualitätsmäßig defititiv eine andere Liga :) Es wird mir natürlich nicht möglich sein auf diversen Acts wie Rafting etc. die EOS450 mitzuschleppen… …im Trockenen wird sie mich aber meist begleiten. Ich denke man wird es den Bildern ansehen wann sie dabei war und wann nicht :)

Die neue Galleriefunktion wird auch dazu benutzt ein ganzes Album zu erstellen. Hier wird es verschiedene Kathegorien geben wo ihr entsprechende Bildergallerien in der Übersicht einsehen könnt. Da ich erst alle Bilder entsprechend importieren muss wird die neue Bildergallerie etwas auf sich warten lassen müssen.

Des weiteren wird es demnächst eine weitere Kathegorie geben. Einge Freunde und Bekannte sind so nett und machen sich die Mühe ihre Aktivurlaub Reiseberichte bzw. Outdoorevents auf auf 10000km.net zu veröffentlichen. Hier wird es wie bisher wieder etliche Tipps, Bilder, etc. zum Trip geben. Die zurückgelegte Strecke wird natürlich nicht zu meinen 10000km gezählt :) Ihr dürft euch demnach auf mehr Reiseberichte freuen und habt dann auch mehr Auswahl für eure nächsten Outdoortrips :)

Weiterhin einen erlebnisreichen Sommer

Grüße Dave :)

Kanutour im Kocher (Künzelsau) 26.07.08 15km/4:40h

Juli 28th, 2008 Dave

Kanu Tour kocher

GPS-Track

Dieses Wochenende waren wir mit www.kanu-bike.de unterwegs und sind mit dem Kanu von Braunsbach nach Künzelsau gefahren.

Kanu fahren im Kocher ist eher ein gemütlicheres Vergnügen und mit weniger Action verbunden. Wer mal etwas mit einem kleinen Touch Abenteuer entspannen will der ist hier an der richtigen Adresse.

Ihr solltet euch vorher über den Pegelstand des Kochers erkundigen, da man mit wenig Pegelstand leider auch oft aussteigen muss um das Kanu über flaches Wasser zu ziehen. Die Fließgeschwindigkeit des Kochers ist bei knappen Pegelstand natürlich auch deutlich langsamer als wenn er gut gefüllt ist. Wir hatten einen Pegelstand von knapp 40cm, was knapp an der Greze ist. Unter 40cm darf der Kocher nicht mehr mit dem Kanu befahren werden, da es dann zum großteil einfach zu flach ist um in 5 Stunden die entsprechende Strecke zurücklegen zu können.

Kanu & Bike bietet Kanu Touren in der Jagst im Neckar und im Kocher an. Die Touren sind gut durchgeplant - jeder erhält einen Flussplan, Schwimmwesten, ein Lunch Pack (großes belgtes Brötchen, Obst, was Süßes) eine blaue Tonne für das Proviant sowie eine Einführung rund um die Tour. Die gemütliche 1 Tages Tour ist in max. 5 Stunden geschafft (mit Pausen). Möglich sind auch 2 Tages Touren mit Zwischenstation im Kocher Freibad & Camping Der Campingplatz ist schön gepflegt, auch die Duschen sind super. Preise für Verpflegung sind so wie man sie sich bei uns in der Stadt wünscht (z.B. Weizen 2,20€, Bockwurst 2,,00€, Pommes 1,50€). Den Campingplatz kann man durchaus empfehlen - auch wenn man keine 2 Tages Tour vor sich hat, lädt der Campingplatz zum Ausklingen der Kanutour ein.

Am Ziel angekommen kann Kanu & Co. am Campingplatz zurückgelassen werden. Das Team kümmert sich um die Abholung. Man wird von einem Bus wieder an die Einstziegsstelle gefahren - absolut stressfrei.

Wie oben schon beschrieben ist Kanu fahren im Kocher eher ein gemütlicheres Vergnügen - ich geh dann doch lieber Raften :) Spass mach es dennoch und kann auch gut und gerne über Kanu & Bike empfohlen werden - die übrigens auch, wie der Name schon sagt, Bike Touren entsprechend mit integrieren können. Mehr Infos auf der Homepage

Zusamennfassung der Wattkopfturns

Juli 22nd, 2008 Dave

Um euch nicht die ganze Zeit mit den gleichen Wattkopfstorys zu nerven, werden die zukünftigen Wattkopftouren in diesem Blogbeitrag gepostet.

Bilder gibts schon genug - einfach in der Suchfunktion Wattkopf eingeben und ihr werdet überschüttet ;)

  • 19.07.08 Wattkopfturn 17,5km/595HM

Garmin eTrex Vista Softcase Fahrradhalterung (Vorbau)

Juli 20th, 2008 Dave

Garmin Vista Vorbau Halterung

- Kosten: 25€
- Montage 10 Min.
- komfortabel, flexibel, zuverlässig

Ziel war eine GPS Halterung für den Vorbau zu basteln die direkt auf dem Vorbau sitzt und nicht durch eine Halterung o.Ä. weit über dem Vorbau steht. Flexibel sollte sie sein, d.h. sie sollte schnell und einfach ab- und anzubringen sein. Letztendlich sollte sie selbstverständlich auch zuverlässig sein - das mir das Navi nicht beim nächsten Trail verabschiedet oder wegen entsprechenden Vibrationen ausfällt.

Genau das ist auch der Nachteil von Hardcases - die Vibrationen werden durch die Hartschale nicht gedämpft, desw. kommt es oft vor das die Batterien die Verbindung zu den Kontakplatten verlieren und das Navi aus geht. Nach meinen Recherchen taucht dieser Effekt bei Softcases nicht auf. Nach ca. 10 Touren mit meiner Softcasehalterung kann ich dies auch persönlich bestätigen.

Meine Halterung habe ich aus einer Softcasehalterung von GPS24 gebastelt. Garmin Vista Vorbau HalterungFür 25€ bekommt man einen selbstklebenden Klettstreifen und das Case zugesendet. Beim ersten Versuch das Navi in die Tasche zu zwängen kann man sich schon mal die Zähne ausbeißen. Mit ein bischen Übung geht das schon schneller von der Hand. Die Tasche sitzt gut, sieht aber nicht unbedingt sehr elegant aus, da auf der einen oder anderen Seite die Tasche nicht extrem genau sitzt, jedoch sind alle Knöpfe gut erreichbar und man hat freie Sicht aufs Display.

Das selbstklebende Klettband habe ich auf meinen Vorbau geklebt (8cm), wo letztendlich auch das Navi seinen Platz findet. Garmin Vista Vorbau Halterung Von der Optik her fällt der Streifen für mich nicht großartig auf…

Die Klettverbindung alleine reicht mir bez. der Sicherheit natürlich nicht aus, da muss noch eine zusätzliche Sicherung her. Das Band wurde vom Case abgeschnitten, das Ende abgetrennt und ungekehrt mit einem Tacker angeheftet, so dass es als verschließbares Band genutzt werden kann. Eleganter und sicherer wäre hier defitntiv das ganze mit einer Nähmaschine zu verbinden, da sich die Tackerverbindung bei zu starken ziehen beim anbringen lösen kann. Wenn es genäht ist kann das nicht so schnell passieren. Garmin Vista Vorbau Halterung

Um mit dem Band letztendlich die Tasche sichern zu können, muss diese noch entsprechend Bearbeitet werden. Ich habe rechts und links mit einer Schere 2 Schnitte angebracht durch die das Band dann letztenlich durchgezogen wird. Das sich das Case nicht irgendwann auflöst, habe ich die Schnitte mit dem Tacker ein wenig verschlossen. Auch hier wäre eine Nähmaschine natürlich die bessere Alternative. Garmin Vista Vorbau Halterung

Mit dieser Halterung bin ich die ersten 2 Etappen vom Westweg gefahren und noch einige andere Touren - es ist nie etwas passiert. Das Navi ist weder ausgegangen noch ist es verrutscht. Ich bin selbst überrascht wie zuverlässig diese Klettverschluss Lösung doch hält.

Da ich bei einer Tour das getackerte Band durch zu starkes ziehen zerissen habe, bastelte ich mir eine neue Sicherungshalterung aus einem Selbstklebenden Klettband von einem Fliegengitterset (da war noch was über). Garmin Vista Vorbau Halterung Die Hakenseite wurde um den Vorbau herum angebracht wo dann letztenlich das Sicherungsband angeklettet wird…

Ziel erreicht :)

PS: Viele weitere Lösungen (Hard- & Softcases) für den Vorbau findet ihr im IBC forum …Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen werden in meiner GPS FAQ erläutert.

Outdoor TV Tipp: ABENTEUER ALPENCROSS

Juli 19th, 2008 Dave

Alpenchross TV Tipp

Auf 4-Seasons.tv wird euch ein knapp 1 stündiges Video über einen Dolomiten Alpenchross zur Verfügung gestellt.

Dokumentiert werden 4 Biker die 20.000HM und 650km Strecke vor sich haben - wahnsinn! Mit vielen Infos zur Strecke und auch Tipps zu Übernachtungsmöglichkeiten bekommt man in diesem Video super Einblicke in die Welt des Alpenchross.

Wahnsinnstour - aber auch eine Wahnsinnskondition die man hier an den Tag legen muss. Ein Alpenchross steht für mich 2009 defitntiv auf der ToDo-Liste :)

Sehr nervig bei dem Video ist die Werbeleiste am unteren Bildrand. So wird der Trail oft verdeckt und man sieht nicht genau welche Passagen die Biker meistern müssen. Leider habe ich keine Option gefufunden die Leiste zu entfernen. Edit: Und leider habei ich den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen - einfach den mittleren symbollosen Button drücken, dann habt ihr freie Sicht :)

>>Hier klicken um Video zu starten<<<

Funforest: Klettergarten Kandel 12.07.2008

Juli 13th, 2008 Dave

Klettergarten Kandel

Der Hochseilgarten in Kandel ist eine Freizeiteinrichtung für jung und alt. Die Parcours sind in in Schwierigkeitsgrade von 1 - 16 unterteilt. Wobei Level 1 für Kinder gedacht ist und sich knapp über dem Boden befindet, wird man bei Level 16 mit einer Höhe von 22 Meter konfrontiert. Auf der maximalen Schwierigkeitsstufe kommt man in den Genuss von Deutschlands längster Seilbahn -> 250m. Leider waren der 16er Parcour bei unserem Besuch jedoch geschlossen.

Bis Level 12 reicht die Standardeinweisung durch das Personal die für jeden Pflicht ist. Ab Level 13 erhält man nochmals eine gesonderte Einweisung. Klettergarten Kandel

Auf dem Boden sind ständig (bzw. sollte) Guides anwesend, welche durch rote Helme gekennzeichnet sind. Die Rothelme beobachten die Aktionen auf den Bäumen und ermahnen falls etwas nicht richtig ausgeführt wurde. Man darf z.B. nicht beide Karabinerhaken gleichzeitig in der Hand halten - einer muss sich immer in der Sicherung befinden - logischerweise! Wird man bei einem Fehler erwischt erhält man einen orangenen Helm - beim 2. Fehler muss man absteigen und erhält die Einweisung ein zweites mal. Von den Rothelmen waren für meinen Geschmack viel zu wenig anwesend. Bei unserem 4 Stunden Aufenthalt habe ich nur einen! bei Parcour 11 gesehen - ansonsten war weit und breit keiner anwesend. Ich hatte mit mehr Kontrolle gerechnet. Geprüft wurde unser Geschirr auch nicht - in der Einweisung wurde erwähnt, dass man nach einem Toilettengang o.Ä. sein Geschirr nach dem Anlegen wieder prüfen lassen soll. Erst nach meinem Hinweis das es bei unserer Gruppe nie geprüft wurde, hat dies der Guide nachgeholt. Nun denn… Klettergarten Kandel

Gestartet sind wir auf Parcour 11 - sofern man nicht extrem Höhenangst hat ist dieser Parcour ohne weiteres zu absolvieren. In 11 Metern Höhe schwingt man sich von Baum zu Baum, ist auf Seilen und Seilbahnen unterwegs und alles was dazu gehört. Ein optimaler Einstieg mit viel Fun :) Normalerweise sind die 20 Stationen des 11er Parcours in 45 Minuten zu schaffen. Wenn man jedoch das Glück hat das vor einem jemand sehr sehr langsam ist stockt der ganze Ablauf.

Genau aus diesem Grund haben wir für Parcour 2 an die 1,5 Stunden benötigt. Leider mussten wir auf den Plattformen (wo immer nur 3 Personen drauf stehen dürfen) immer eine ganze Weile warten bis es weiter ging. Parkur 12 hat übrigens sehr coole Seilbahnen in 12 Metern höhe - klasse :) Ansonsten ist der Schwierigkeitsunterschied zu 11 durchaus bemerkbar - die Klettereinlagen etc. sind dann doch ein bischen schwieriger aber zu bewältigen. Klettergarten Kandel Leider blieb der 12er Parcour unser letzter - die 3 Stunden vergingen dann doch rasend schnell - nach 3,5 Stunden muss man für jede angefangene Stunde übrigens 5€ Aufschlag zahlen. Das 3 Stunden Paket hat 18€ gekostet. Schüler/Studenten zahlen 16€ - Kinder kommen mit 13€ davon. Für die ganz einfachen Kinder-Schwierigkeitsstufen werden nur 5€ berechnet. Ein Mitglied der Gruppe muss übrigens den Ausweis als Pfand für Geschirr und Helme abgeben - also nicht vergessen! Essen und Trinken gibt es natürlich auch - die Preise sind sehr angenehm -> Weizen 2,80€, Po. Pommes 2,00€, Pizza 6,00€. Apropo Weizen: Für Kletterer ist Alkohol stengstens untersagt! Wenn man in der Pause Alkohol bestellt wird einem das grüne Band entfernt so dass man nicht mehr Klettern gehen kann. Für Weizenjunkies gibt es alkoholfreies Weizen :)

Der Abenteuerpark hat von 9:00 Uhr - 19:00 Uhr geöffnet. Kassenschließung und letzte Einweisung um 16:00 Uhr. Die Aufstiege 9-16 werden um 17:30 Uhr geschlossen. Klettergarten Kandel

Der größte Klettergarten Europas befindet sich übrigens in Kaltenkirchen bei Hamburg. Der Funforrest in Kandel ist aber auch schon sehr groß und bietet viel Abwechslung - auch klassische Kletterer kommen hier nicht zu kurz.

Ich kann so einen Nachmittag wirklich jedem empfehlen :)

Funforrest Homepage
Parcour Übersicht

Europas größter Klettergarten
Hochseilgarten?

Hochkopfstube: Reaktion auf meinen Blogbeitrag Westweg Part I

Juli 10th, 2008 Dave

Zum Blogeintrag Westweg Etappe I erhielt ich überraschenderweise eine Reaktion auf meine Kritik bez. des mäßigen Frühstücks in der Hochkopfstube.

Ich finde es wirklich klasse das sich die Betreiber zu meinem Beitrag geäußert haben und Stellung zu meiner Kritik bezogen. Leider folgte auf meineAntwort keine weitere Mail von den Betreibern - ich hätte doch noch gerne gewusst wie sie das ganze aus meiner Sicht sehen… …aber lest selbst…

Sehr geehrter Herr Spak,

mit Interesse habe ich Ihre Weg und Unterkunftsbeschreibung zu Ihrer Westwegtour Part 1 gelesen.
Insbesondere studierte ich Ihre Anmerkungen zu unserem Gasthaus Hochkopf - Stub, leider kann
ich nicht nachvollziehen weshalb Sie der Meinung sind, daß man für einen Übernachtungspreis
als Einzelperson von 30,– € in einem Zimmer mit Du/Wc in dem selbigen inkl. Frühstück ein solch
opulentes Früstück wie Sie es sich Nachts “erträumt” haben erwarten kann.
Natürlich kann ich Ihre Frühstücksgedanken nachvollziehen, muss jedoch anmerken daß das bei einem
so günstigen Übernachtungstarif nicht leistbar ist.
Darüber hinaus möchte ich mich für die unliebsamen Mitbewohner (Tausendfüssler) tausendmal entschuldigen,
aber wie Sie ja richtig sagten tiefster Schwarzwald (Natur).
Ich bin jedoch sehr froh dass das von mir zubereitete Pfeffersteak Ihre Anerkennung fand.
Wir haben das Jahr über sehr viele Wanderer und Biker als Übernachtungsgäste, es ist mir sehr unangenehm,
daß wir Sie als ersten leider nicht zufrieden stellen konnten.
Entschuldigen Sie bitte den “Witz” von Frühstück und die tausendfüssigen Mitbewohner.

Mit freundlichen Grüssen vom Hochkopf 1038m ü. N.N.

Michael Zoller und Marianne Schnurr

Meine Antwort:

Sehr geehrter Herr Zoller,

erstmal danke für ihre Raktion auf meinen Blog.

von meiner Seite aus absolut nachvollziehbar das zu diesem Preis kein ausgedehnteres Frühstück leistbar ist.

Die Auszeichnung Bed & Bike von 2006 prognostiziert jedoch ganz klar ein Vitamin- und Balaststoffreiches Frühstück. Man bezieht, oder besser ich bezog dies eigentlich direkt auf die eigene Übernachtung und auf das darauf folgende inkludierte Frühstück. Gibt es denn ein Vitamin- und Balaststoffreiches Frühstück bei ihnen zu einem Aufpreis sodass die Auszeichnung greifen würde?

Im allgemeinen haben sie mich übrigens sehr zufrieden gestellt und ich würde jederzeit ihre Einkehr als Übernachtungsmöglichkeit oder zu einem abendlichen Besuch für ein Pfefferstrak wieder in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

David Spak

PS: Auch in ihrem Interesse würde ich mich sehr freuen wenn Sie die Kommentierfunktion (Comment) im Blog nutzen würden (immer ganz zum Schluss vom Blogtext - aktuell 6 Comments). Am besten den Text der Mail kopieren und als Comment einfügen. So können auch andere Besucher meines Blogs lesen das sie auf meine Kritik absolut verständnisvoll reagiert haben. Dies wird von weiteren Interessenten sicher absolut positiv bewertet. Falls sie hierfür weitere Hilfestellung benötigen stehe ich ihnen gerne per E-Mail zu Verfügung.

2 Minuten später wollte ich doch noch anmerken das…

Ich werde meine Kritik nachträglich entschärfen. “Ein Witz” von einem Frühstück ist doch zu scharf und doch als Kritik unseriös.

Wenn Sie den Blog entsprechend kommentieren werde ich dies entsprechend anmerken.

Danke und Gruß

David Spak

Gerade jetzt bei der Veröffentlichung der Reaktion bin ich meinen Beitrag nochmals durchgegangen und wollte entsprechend zensieren. Hier wurde “Ein Witz von einem Frühstück” nie erwähnt - leider wurde hier wohl doch ein bsichen was zusammengereimt. Die Auszeichnung “Bed & Bike” als solches wurde kritisiert und hier bleibe ich auch bei meiner Meinung das diese nicht ernst genommen werden kann (im Bezug auf das Frühstück).

Wenn meine Äußerungen hier evtl. bei dem ein oder anderen einen negativen Beigeschmack hinterlassen - dann bitte nochmal Westweg Etappe 1 lesen - ich würde jederzeit wieder in der Hochkopfstube übernachten und auch weiter empfehlen - aber bitte hängt die Auszeichnung ab.